 |  | | In der Apotheke gab es für (fast) jede Krankheit das richtige Mittelchen. |
| | Ein riesiges Maul mit messerscharfen Zähnen, ein schuppiger Körper und ein langer, kräftiger Schwanz: Vor Nickis Augen schwebt tatsächlich ein Krokodil! Aber schnell merkt er: Dieses Exemplar ist sehr alt – und sehr tot. Nachdem er sich vom ersten Schreck erholt hat, schaut er sich neugierig um. Nicki ist schwer beeindruckt: Schränke mit vielen kleinen Schubladen ragen bis zur Decke. Auf hohen Regalen stehen unzählige Fläschchen ordentlich aufgereiht und viele seltsame Geräte. "Wozu die wohl gut waren?", grübelt er.
Auf seinem Streifzug durch das Museum bekommt Nicki Antworten auf seine vielen Fragen. Bis vor zehn Jahren war in dem Gebäude noch eine echte Apotheke. Fast 200 Jahre lang haben sich die Menschen dort Medikamente gegen ihre Krankheiten geholt. Um Tabletten, Pillen und Tropfen herzustellen, brauchten die Apotheker früher allerlei komische Geräte. Beispielsweise den "Pillenvergolder". Damit ließen sich die Medikamenten-Kügelchen so beschichten, dass sie nicht aneinander klebten. Den "Maulaffen" benutzten die Apotheker, damit beim Umschütten nichts daneben ging. Das Glasgefäß hat nämlich eine extra große Einfüllöffnung. "Was für ein komischer Name", findet Nicki. An den Behältern zur Aufbewahrung von Blutegeln huscht er schnell vorbei, genau wie an den Gießformen für "Höllensteinstifte". Die verwendeten die Apotheker zum Wegbrennen von Warzen.
 |  | | Die Riechstraße: Hier dürfen Besucher gerne ihre Nasen in die Schubladen stecken. |
| | Am besten gefällt Nicki aber die "Riechstraße", eine meterlange Regalwand mit vielen kleinen Schubladen. Hinter jeder verbergen sich Heilpflanzen, aus denen die Apotheker früher Medikamente fabrizierten. Er kann es natürlich nicht lassen, seine Nase in jede der Schübe zu stecken. Einige duften köstlich: Thymian, Anis, Schlafmohn oder Steinkleekraut liest Nicki auf den Schubladen. In andere, wie die mit Baldrianwurzel, hätte er seine Nase besser nicht so tief gesteckt. "Die stinkt!", beschwert sich der vorwitzige Nager und schüttelt sich.
Eine Sache lässt ihm jedoch keine Ruhe: "Wieso hängt bloß das Krokodil über der Ladentheke?", rätselt Nicki. Er erfährt schließlich, dass die Menschen vor mehreren 100 Jahren aus Fett und Kot von Krokodilen Medizin hergestellt haben. "An was die Leute früher alles so geglaubt haben", wundert sich Nicki.
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Selbst entdecken

 |  | Apothekenmuseum
Werther Straße 13-15
53902 Bad Münstereifel
Öffnungszeiten:
dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr
samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 16 Uhr
Führungstermine vereinbart Museumsleiter Harald Bongart unter 02253/8027 (vormittags) und 02253/7631.
Weitere Informationen findet ihr unter
www.bad-muenstereifel.de/bildung/apothekenmuseum.htm |
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