Altes Fachwerkhaus Stockebrand, Möhnesee

Mit Nicki Nuss auf Eiersuche


So bemalen Menschen aus der Ukraine ihre Ostereier.
"Huch, ist das aber groß!", wundert sich Nicki vor einer Vitrine in Haus Stockebrand. "Gibt es hier etwa Riesenhühner?" "Nein, das ist ein ausgeblasenes Straußenei", erklärt ihm eine Mitarbeiterin des Museums. Einige Meter weiter muss Nicki dafür ganz genau hinschauen, um die Bilder und Muster noch zu erkennen. Hier sieht er sich Eier von Zebrafinken und Zwerghühnern an, die viel kleiner sind, als normale Eier aus dem Supermarkt.





Eier mal ganz anders
Bei einer Führung durch die Ausstellung schaut Nicki den Künstlern, die Ostereier bemalen, über die Schulter. "Kein Ei gleicht dem anderen", erfährt er. Hier lernt das neugierige Eichhörnchen auch die "Essig-Ätztechnik" kennen. Dabei bemalen die Künstler zuerst ein Ei mit Deckfarben und lassen es trocknen. Dann zeichnen sie mit einem dünnen Pinsel Linien und Muster auf. Aber den Pinsel tauchen sie nicht in Farbe, sondern in Essig. Denn der Essig "ätzt" die Deckfarbe weg, die sich dann einfach abtupfen lässt. So entstehen helle Linien in Eierschalenfarbe, die zum Teil noch andersfarbig ausgemalt werden. "Oh, so zarte Linien würde ich nie hinbekommen", stellt Nicki bewundernd fest. Damit das Muster nicht verwischt, überziehen die Aussteller das fertige Ei zuletzt mit Klarlack.

Ein ungewöhnlicher Osterschmuck
"Ein Osterhase!", freut sich Nicki, als er verschiedene Figuren entdeckt. "Wir flechten die Tiere entweder aus dünnen Ästen oder formen sie aus Stroh, das wir mit Draht befestigen" erklärt ihm einer der Bastler. Auf der Ausstellung lernt Nicki aber auch viel über das Osterfest. Der Brauch, Eier zu verschenken, ist schon sehr alt. Bereits vor 2.500 Jahren bemalten die Sumerer, ein Volk das im Gebiet des heutigen Iraks lebte, die ersten Eier. Die Menschen legten sie in die Gräber der Verstorbenen, weil die Eier für sie ein Zeichen des ewigen Lebens waren. Die ersten "richtigen" Ostereier gibt es seit dem Mittelalter. Während der Fastenzeit war es nämlich allen Christen verboten, Eier zu essen. Natürlich konnten die Bauern nicht einfach alle Eier wegschmeißen, die die Hühner in dieser Zeit legten. Deshalb kochten sie die Eier, um sie haltbar zu machen und aßen sie am Karsamstag gemeinsam mit allen Familienmitgliedern.

"Und seit wann gibt es den Osterhasen?", rätselt Nicki "Geschichten über den Osterhasen gibt es seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland" erklärt ihm die Frau vom Museum. "Warum es aber ausgerechnet ein Hase ist, wissen auch Forscher nicht genau." Nicki runzelt die Stirn: "Ein Osterhuhn hätte besser gepasst! Ein Hase kann ja nicht mal Eier legen!"



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Altes Fachwerkhaus Stockebrand
Küerbiker Straße 3
59519 Möhnesee-Körbecke

Tel.: (0 29 24) 76 60 (Ausstellungsleitung) oder (0 29 24) 4 97

www.moehnesee.de

Öffnungszeiten:

Vom 24. März bis 09. April täglich von 10 bis 18 Uhr.

Eintritt: 3 Euro, Kinder unter 18 Jahre frei

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