Der Lok-Ruf aus Bochum


Dampflokomotive im Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen
Tuut, Tuut! Tuut, Tuut! Schnaufend und zischend setzt sich die Dampflokomotive in Bewegung. "Mit meiner Spielzeugeisenbahn ist sie ja nicht zu vergleichen", staunt Nicki. Da streckt plötzlich ein Mann den Kopf aus dem Fenster des Führerstandes: "Möchtest du mitfahren?" Flink springt Nicki Nuss auf den Zug. Erst jetzt erkennt er, dass der Mann ein ganz schmutziges Gesicht hat. "Das kommt vom Kohleschippen", lacht er. Als Heizer ist es seine Aufgabe, das Feuer unter dem Dampfkessel am Brennen zu halten. Denn ohne Feuer kein Dampf und ohne Dampf keine Bewegung. "Oh, das muss aber ein anstrengender Beruf gewesen sein!" denkt Nicki, und lehnt sich faul auf dem weichen Sitz im Abteil zurück.

Nach einer kurzen Fahrt hält die Dampflokomotive im Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen. Nicki springt gekonnt aus dem Zug und sieht sich um. Überall stehen riesige Lokomotiven und Waggons herum - 180 Schienenfahrzeuge sind es insgesamt. Allein die Antriebsräder einer dicken schwarzen Lokomotive sind zehnmal so groß wie Nicki. Da fällt sein Blick auf eine riesige Scheibe mit Gleisen darauf. "Hmm, ein Karussell für Eisenbahnen?" fragt sich Nicki. "Nicht ganz", erklärt ihm der Heizer, der sich inzwischen den Kohlestaub aus dem Gesicht gewaschen hat. "Hier entscheidet sich, in welchen Schuppen die Lok kommt. Obwohl so eine Lok viele Tonnen wiegt, kann sie auf der Drehscheibe ihre Richtung ändern. Tschüss Nicki und viel Spaß noch, ich hab jetzt Feierabend."

Nicki ist noch längst nicht müde und geht hinüber zur Ausstellungshalle. Hier sieht er sich an, wie die ersten Dampfmaschinen funktionierten. "Eigentlich gar nicht so kompliziert!", denkt der oberschlaue Nager. Da fällt sein Blick auf den "Zugüberwachungsplatz". Von dieser Stelle aus passte ein Eisenbahnmitarbeiter auf, dass auch alle Züge auf dem richtigen Gleis fuhren. Alle Weichen richtig zu stellen und die Abfahrtszeiten einzuhalten - ein sehr verantwortungsvoller Beruf. Vor allem wenn eine Lok kaputt ging, konnte es richtig hektisch werden. Und dann noch die vielen Mikrofone für wichtige Durchsagen?"Ich will lieber Lokführer werden" beschließt Nicki. So hoch oben im Führerhaus durch die Landschaft zu sausen, könnte dem kleinen Eichhörnchen schon gefallen.

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Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
Dr.-C.-Otto-Str. 191
44879 Bochum
Telefon 0234/ 492516
www.eisenbahnmuseum-bochum.de

Öffnungszeiten:
mittwochs und freitags von 10 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 10 bis 15 Uhr, Mitte Oktober bis Mitte April von 10 bis 13 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 5 Euro; Kinder von 4 bis 11 Jahren 2,50 Euro; Familien (2 Erwachsene, 3 Kinder) 13 Euro, Gruppen ab 20 Personen erhalten 10 % Ermäßigung Für Mitglieder des Fördervereins der NRW-Stiftung ist der Eintritt frei.

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