Baumscheibe oder Edelstein?


Auf Gut Leidenhausen wohnten früher einmal echte Ritter.
"Komisch", denkt Nicki Nuss, als er über die versteinerte Baumscheibe streicht. "Dieses Ding ähnelt doch eher einem riesengroßen Edelstein, als einem Teil von einem Baum! Sieht aber echt klasse aus." Vor etwa 70 Millionen Jahren war dieses Fossil noch ein Stück Baumstamm. Nicki kann sich kaum vorstellen, wie lange das her ist. Zu dieser Zeit gab es noch nicht einmal Menschen, sondern nur Dinosaurier! "Vielleicht sind die sogar unter genau diesem Baum hergelaufen?" Bei dieser Vorstellung muss Nicki doch ein wenig grinsen.

Langsam schlendert er weiter durch die Ausstellung im "Haus des Waldes" auf Gut Leidenhausen. Hier kommt er aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: "Das ist ja irre, dieser versteinerte Stamm von einem amerikanischen Baum ist sogar 200 Millionen Jahre alt! Als ich hier angekommen bin, dachte ich noch, dass das Stammende der Ulme, die vor dem Museum steht, uralt ist. Dabei hat die bloß 300 Jahre auf dem Buckel." Nicki ist begeistert, was er im Haus des Waldes so alles erfährt. "Aber bevor ich gleich nach draußen gehe und mir das Wildgehege und die Vogelschutzstation angucke, will ich noch ganz viel über den Wald wissen."


Anfassen erlaubt: Hier macht lernen Spaß!
Auf einer Informationstafel entdeckt Nicki ein Wort, das er noch nicht kennt: "Humus? Ein seltsamer Ausdruck. Mal sehen, was sich dahinter verbirgt." Er findet heraus, dass Humus eigentlich ein anderes Wort für Boden ist. So heißt nämlich die dunkle, mineralstoffreiche Erde, die die Pflanzen ernährt. Jetzt versteht er auch die Bilder auf der Tafel. Sie zeigen, wie aus einem heruntergefallenen Blatt im Laufe der Zeit Humus oder Erde wird. Darauf kann dann wieder eine neue Pflanze wachsen. "So könnte das ja ewig weitergehen!", freut sich Nicki.

Doch es gibt noch andere Abläufe in der Natur, die enorm wichtig sind. Beispielsweise die Photosynthese der grünen Pflanzen. "Was ist denn an diesem Photodings so wichtig?", fragt sich Nicki, und sieht sich die nächste Tafel an: Beim Ausatmen pusten die Menschen und Tiere ständig Kohlendioxid in die Luft. Aus diesem Gas, aus Wasser, aus Sonnenlicht und aus Chlorophyll, dem grünen Farbstoff in den Blättern, stellen die Pflanzen Zucker her. Dieser komplizierte Vorgang heißt Photosynthese. Und ganz nebenbei geben die Pflanzen dabei auch noch Sauerstoff an die Luft ab. "Und den brauchen wir ganz dringend zum Leben!" stellt Nicki fest und macht einen extratiefen Atemzug - sozusagen als Dankeschön an alle Pflanzen.



Selbst entdecken



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Das Haus des Waldes
Gut Leidenhausen
51147 Köln
Porz-Eil

Telefon: 0 22 03 / 3 99 87
Fax: 0 22 03 / 39 98 7
Internet: www.cologneweb.com/wald.htm


Öffnungszeiten
Sonn- und feiertags:

Vom 1. April bis zum 30. September von 10 bis 18 Uhr,

Vom 1. Oktober bis zum 31. März von 10 bis 17 Uhr