Nicki unter Strom


Im Solarlabor lässt sich die Energie des Lichts testen.
Nicki kocht gerade sein Abendessen, als es plötzlich stockfinster in der Küche wird - mit einem Schlag sind alle Lichter aus. "Ach", stellt Nicki fachkundig fest, "das ist bestimmt nur ein Stromausfall". Doch als nach zehn Minuten immer noch nichts passiert, wird er langsam kribbelig: "Was ist denn jetzt mit meinem Essen?", fällt ihm ein. "Ohne Strom geht der Herd ja gar nicht! Zu dunkel ist es auch, und mein Eis zum Nachtisch - das schmilzt ja, wenn das Gefrierfach aus ist!" Immer mehr Dinge kommen ihm in den Sinn, die ohne Strom nicht funktionieren. Denn in der Energiestadt auf dem NaturGut Ophoven in Leverkusen hat er vergangene Woche viel darüber erfahren.

Das Thema Stromsparen ist in der Energiestadt besonders wichtig.
Beispielsweise wie mühsam das Leben früher war, als die Menschen noch keinen Strom hatten: Wäsche waschen mit der Hand, Kuchenteig rühren ohne Mixer, Kohle für den Ofen herbeischleppen und Kerzen als einzige Lichtquelle. Das kostete ganz schön viel Energie. Und weil Strom nichts anderes ist, als elektrische Energie, war der Alltag ohne Strom so anstrengend. Nicki hat mit einem umgedrehten Fahrrad selbst ausprobiert, wie aus Körperkraft und Bewegung Strom wird: Er dreht die Pedale einmal herum. Mit angeschaltetem Fahrradlicht läuft das Hinterrad längst nicht so lange, wie wenn der Dynamo aus bleibt. Das Licht holt sich seine Energie nämlich aus der Bewegung. Dass es noch viele andere Möglichkeiten gibt, Strom zu gewinnen, hat Nicki sich in der Energiestation angesehen.

Aus einem Auto, einem Motor, einer Solarzelle und einem Kabel mit aufladbarem Akku hat er ein Fahrzeug erfunden, das selbst dann noch mit Solarenergie fährt, wenn die Sonne nicht scheint. "Solarenergie, das wäre jetzt toll", denkt Nicki und zündet eine Kerze an, die er durch vorsichtiges Tasten in der Küchenschublade gefunden hat. "Dann hätte ich jetzt noch Licht, während alle, die vom Kraftwerk Strom bekommen, im Dunkeln sitzen." Doch eigentlich kommt ihm der Stromausfall ganz gelegen. "Bevor mein Eis schmilzt, esse ich am besten schnell die ganze Packung auf", überlegt sich Nicki. Im Kerzenschein macht er es sich gemütlich, schleckt sein Eis und wartet darauf, dass die Lichter wieder angehen.



Selbst entdecken



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Energiestadt auf dem NaturGut Ophoven
Talstr. 4
51377 Leverkusen

Telefon: 0 21 71 / 7 34 99 18
Fax: 02977 / 15 25
Internet: www.naturgut-ophoven.de
Email: zentrum@naturgut-ophoven.de

Öffnungszeiten:
Dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr
Samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise:
Kinder ab fünf Jahren: 4 Euro
Erwachsene: 6 Euro
Familienkarte: 17 Euro