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Wie entsteht Kohle? Kohle ist steinalt Vor rund 300 Millionen Jahren überwucherten riesige Wälder und Pflanzen den Landstrich. In den Niederungen des Landes herrschte das warm-feuchte Klima einer Waldsumpflandschaft. Auf dem morastigen Boden versanken die Bäume und wurden luftdicht abgeschlossen. Zunächst bildete sich aus den zersetzten Bäumen eine Torfschicht. Angeschwemmte Sand- und Geröllmassen lagerten sich auf dem Torf ab. Dieser Vorgang wiederholte sich über viele Jahrtausende. Immer mehr Sand- und Tonschichten lagerten sich auf den Baum- und Pflanzenresten ab. Die Last der oberen Schichten drückte aber das Wasser aus der meterdicken Torfschicht. Zusammen mit chemischen Prozessen - ausgelöst durch das saure Moorwasser und Bakterien im Sumpfboden - bildete sich aus dem braunkohleartigen Material die Steinkohle. Dieser mehrere Jahrtausende andauernde Vorgang nennt sich Inkohlung. Zum Weiterforschen! Die Zeit vor ungefähr 300 Millionen Jahren nennt sich Karbon - das ist Lateinisch und bedeutet Kohle. Neben dem Steinkohlezeitalter gibt es noch viele andere Perioden, in die sich die Erdgeschichte einteilt zum Beispiel Devon, Jura, Kreide oder das Quartär, in dem wir heute leben.
Kohleflöze liegen im Ruhrgebiet nicht in parallelen Schichten zur Erdoberfläche. Sie sind in unterschiedlicher Tiefe in der Erde zu finden. Über viele tausend Jahre haben sich die Kohleschichten verschoben. Grund dafür sind gewaltige Kräfte im Erdinneren, die die Schichten zu einem Gebirge aufgefaltet haben. Von der Kohlengräberei zum Schachtabbau Zu Beginn des Kohlenabbaus gruben die Bauern auf ihren Äckern nach Kohle. Denn durch die aufgefalteten Flöze stießen einige steinkohlehaltige Schichten bis an die Erdoberfläche. Doch diese Kohlengräberei endete vor über 250 Jahren.
Sie betrieb die Fördertürme. An dicken Seilen hingen Körbe, die senkrecht in die Erde gelassen wurden. Durch diesen Schacht konnten die Bergleute in die Erde einfahren und so Flöze erreichen, die mehr als tausend Meter tief unter der Erdoberfläche lagen. Technik unter Tage Die Arbeit unter der Erde ist heute hochtechnisiert. Bergleute überwachen mit Computern sämtliche Funktionen im Bergwerk. Der Arbeitsplatz dieser Bergmänner ist in der Grubenwarte. Dort blinken Knöpfe, läuten Telefone und knistern Funkgeräte. Mit vielen elektronischen Geräten beobachten und steuern die Bergleute den Zugverkehr, die Frischluftzufuhr, die Transportbänder und die Abbaumaschinen. Auch unter Tage hat sich viel geändert: Statt Steinkohleabbau mit Keilhaue und Presslufthammer fährt ein riesiger Hobel am Flöz entlang. Er schabt Kohlebrocken ab, die in eine Stahlrinne fallen und mit Ketten zum Förderband geschoben werden. Das Band transportiert die Kohle bis zum Füllort. Dort wartet schon der Zug, um die Kohle zum Förderschacht zu fahren. |
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