Großes Klappern statt Gesang
Weißstörche heißen auch Klapperstörche, weil sie mit dem Schnabel laut klappern. Das ist ihr wichtigstes „Hallo!“ – vor allem am Nest, wenn der Partner oder die Partnerin ankommt, oder wenn sie Feinde vertreiben wollen. Weißstörche können kaum rufen, singen oder zwitschern. Darum klappern sie einfach. Und das auch mal richtig laut!
Koten Störche auf ihre Beine?
Ja, manchmal! Vor allem, wenn es richtig heiß ist. Dann „kalken“ sie ihre Beine mit fl üssigem Kot. Warum? Im Kot ist Wasser. Das verdunstet in der Sonne und dabei werden die Beine kühler. Außerdem werden die Beine heller und reflektieren mehr Sonnenlicht. Dieser Trick heißt Urohidrosis. Klingt wie ein Zauberspruch – ist aber einfach der Storch-Kühl-Trick.
Nicht romantisch – aber verliebt in den Horst
Der Weißstorch kommt zwischen Mitte März und Anfang April aus Afrika zurück. Die Reise kann etwa acht bis 15 Wochen dauern. An manchen Tagen fliegt ein Storch bis zu 300 Kilometer! Meist ist das Männchen ein paar Tage
früher da und will sein Lieblingsnest zurück. Dieses Nest heißt Horst. Viele Paare treffen sich jedes Jahr wieder – aber nicht, weil sie so romantisch sind, sondern weil beide den gleichen Horst mögen. Manchmal gibt es oben im Nest richtig Streit: Wenn mehrere Störche denselben Horst wollen, wird geklappert, gedroht und manchmal sogar gekämpft. Ehrlich: Wenn du aus dem Urlaub zurückkommst und jemand anderes liegt in deinem Bett – da wärst du auch sauer, oder?