Der Schatz im Römerbad

Archäologisches Museum & Biologische Station Haus Bürgel, Monheim

Hebe den Schatz der Römer und entdecke das Auenland!

Im Museum Haus Bürgel und auf dem Gelände der Biologischen Station warten jede Menge Abenteuer auf große Entdecker. Vor über 2.000 Jahren haben römische Soldaten in Monheim am Rhein ein Kastell – eine Festung – gebaut. Bei Ausgrabungen haben Forscher hier viele Gegenstände der Römer gefunden, die zum Teil über 2.000 Jahre alt sind.

Zum Beispiel alte Münzen, Lanzen und Tonkrüge. Im Museum kannst du dir alle Fundstücke genau anschauen. Die Mauerreste der alten Festung kannst du draußen erkunden. Zwölf Türme und mehrere Meter dicke Mauern hatte das Kastell damals. Vielleicht findest du ja auch noch eine waschechte Münze aus der Römerzeit?

Im Garten von Haus Bürgel kannst du sehen, welche Pflanzen die Römer angebaut haben. Außerdem leben in den Auen rund um das Haus viele interessante Tiere: Steinkäuze, Schleiereulen und Fledermäuse zum Beispiel.

Der Schatz im Römerbad

„Das ist ja nur ein alter Bauernhof“, sagt Nicki empört. Gerade ist er mit Nina vor Haus Bürgel in Monheim am Rhein angekommen. „Brauchst du Eier und Milch? Ich dachte, wir gehen zu den Römern“, protestiert Nicki weiter. „Wir sind schon bei den Römern“, sagt Nina. „Der Bauernhof steht auf den Grundmauern eines Römerkastells. Das wurde hier vor 1700 Jahren erbaut. Und jetzt sind hier ein Museum und eine Biologische Station zu Hause.“

In dem Museum Haus Bürgel erfahren Nina und Nicki alles über das Leben in dem alten Militärlager. Es gehörte zur Befestigung der Grenze des Römischen Reiches auf der linken Rheinseite. „Wie kann das denn sein?“, fragt Nina verwundert. „Wir sind doch hier auf der rechten Rheinseite.“ „Habt ihr etwa alle Steine über den Fluss getragen und hier wieder aufgebaut?“, fragt Nicki einen Museumsführer. Der schüttelt den Kopf: „Nein, das hat einen ganz anderen Grund.“

Im ersten Stock des Museums bestaunt Nina das Modell eines römischen Soldaten. „Schau mal, Nina, hier ist ein Schatz“, ruft Nicki plötzlich aufgeregt aus der anderen Ecke des Raumes. „Die Münzen hatte jemand unter den Fußbodenbrettern des Bades versteckt“, erzählt er Nina. „Was sind denn das für Köpfe auf den Münzen?“, fragt Nina. „Das sind die römischen Kaiser, die damals geherrscht haben. Deshalb wissen wir auch genau, wie alt welche Münze ist“, erklärt der Museumsführer. „Toll, so eine Münze hätte ich gerne von mir. Den Nicki-Taler“, schwärmt Nicki.

Im nächsten Raum finden Nina und Nicki in einer Vitrine viele Tonkrüge. „Sind das römische Blumenvasen?“, fragt Nicki. „Nicht ganz, das sind Amphoren. Die wurden hier gefunden“, sagt der Museumsführer. „Sie wurden verwendet, um Wein, Öl oder andere Waren von einem Ende des riesigen Römer-Reiches an das andere zu transportieren. Und wenn sie leer waren, wurden sie wieder neu gefüllt.“ „Dann waren das die ersten Pfandflaschen der Welt“, sagt Nina.

„Hmm, hier riecht es aber gut“, sagt Nina. Sie kommt an die Rückseite des ehemaligen Römerkastells und reckt ihre Nase in die Luft. An der hohen Mauer, in der noch viele Steine aus der Römerzeit sichtbar sind, findet sie den Garten der Biologischen Station Haus Bürgel. Von dem steigt ein herrlicher Duft nach frischen Kräutern auf. „Hier kannst du sehen, welche Pflanzen die Römer angebaut haben“, erklärt eine Mitarbeiterin der Biostation. „Das kenne ich“, sagt Nina und deutet auf den grünen Mangold, „das kocht meine Mutter manchmal – und der Thymian da drüben riecht ja nach Spaghettisauce. Dann essen wir ja ganz oft wie die alten Römer.“

Auf der anderen Seite des Kastells entdecken Nina und Nicki eine große Wiese. „Die ist aber schön. Ob es hier auch Kühe oder Schafe gibt?“, fragt Nina. „Das ist doch keine Viehweide“, sagt Nicki. Er hat sofort erkannt, dass auf der Wiese ganz viele verschiedene Obstbäume stehen. „Guck mal“, ruft er Nina zu und läuft aufgeregt von Baum zu Baum. „Hier sind Pflaumen und hier Kirschen und da drüben Birnen und hier Äpfel. Aber wieso stehen die alle hier?“, fragt Nicki sich verwirrt. „Weil das keine Obstsorten sind, wie du sie vom Markt kennst“, erklärt die Mitarbeiterin der Biostation. „Das sind alles alte Sorten. Die gab es früher zu kaufen, heute aber nicht mehr.“

Entdecker-Info

Bevor ihr zum Archäologisches Museum Haus Bürgel fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker-Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann im Museum.

Wo?

Archäologisches Museum Haus Bürgel

Urdenbacher Weg

40789 Monheim am Rhein

Tel.: 02173 / 951472

Mail: mhohmeier@monheim.de

Web: www.haus-buergel.de

 

Biologische Station Haus Bürgel

Stadt Düsseldorf • Kreis Mettmann e.V.

Tel.: 0211 / 9961212

Mail: info@biostation-D-ME.de

Web: www.biostation-D-ME.de

Wann?

Sonntags von 14.30 – 17 Uhr

Führungen außerhalb der Öffnungszeiten ab acht Personen nach telefonischer Vereinbarung; offene Führungen am ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr

Das Museum ist nur über Treppen erreichbar und daher für Gehbehinderte nur schwer zugänglich. Die Biologische Station bietet Führungen durch die Urdenbacher Kämpe und zum Garten an. Die Veranstaltungen werden auf der Homepage veröffentlicht.

Was macht Nicki hier?

Nicki und die NRW-Stiftung sind Eigentümer von Haus Bürgel und haben geholfen das Archäologische Museum einzurichten und den Archäologischen Pfad anzulegen. Außerdem haben sie Gebiete für den Schutz der Natur erworben, die von der Biologischen Station betreut werden.