Bastle dir eine Fledermaus

Fledermäuse sind flinke kleine Tierchen, die durch die dunkle Nacht fliegen. Fledermäuse sind nachtaktiv. Im Dunkeln kannst du Ihnen in der freien Natur begegnen.

Oft verkriechen sie sich in Höhlen. An Bäumen hängen manchmal auch spezielle Kästen, in denen sich Fledermäuse einnisten können. Wenn es dunkel wird, verlassen die Tiere ihre Schlafplätze und jagen Insekten. Fledermäuse schlafen überall dort, wo es dunkel ist. Je nach Art hängen sie dabei kopfüber von der Decke oder verkriechen sich in enge Spalten und Ritzen. Du kannst dir auch eine Fledermaus für dein Zimmer basteln. Hier steht, wie es funktioniert.

Du brauchst dafür:

  • eine Schere und einen Klebstift
  • eine leere Toilettenpapierrolle
  • Nadel, Faden und etwas Wolle
  • zwei gleiche Knöpfe
  • schwarze Wasserfarbe oder einen schwarzen Buntstift
  • einen Pinsel
  • eine Perle

1.Schritt
Drucke zuerst die Bastelvorlage für die Flügel und die für die Ohren auf der Pappe aus. Schneide die Flügel und Ohren aus und bemale sie mit schwarzer Wasserfarbe. An der gestrichelten Linie müssen sie geknickt werden. Die Punkte zeigen dir, wo die Flügel und Ohren eingeschnitten werden müssen.

2. Schritt
Schneide die Toilettenpapierrolle in zwei Hälften. Bemale nun eine Hälfte mit der schwarzen Farbe. Wenn du Wasserfarbe verwendest, warte bis sie richtig trocken ist.

3. Schritt
Sobald die Rolle getrocknet ist, nimmst du ein kleines Wollknäuel. Stopfe es in die Rolle, sodass es an einem Ende etwas herausschaut. So bekommt die Fledermaus ihr Gesicht.

4. Schritt
Klebe nun die Flügel an den Knickstellen seitlich an die Toilettenpapierrolle. Die Ohren klebst du oben auf die Rolle.

5. Schritt
Klebe die Knöpfe als Augen und die Perle als Nase auf die Wolle. Natürlich kannst auch etwas anderes für die Augen und die Nase benutzen. Zum Beispiel Pappe oder du malst Augen und Nase einfach auf. Fertig ist deine Fledermaus. Wenn du magst, kannst du mit Nadel und Faden einen Aufhänger für die Fledermaus basteln. Dafür befestigst du den Faden am besten in der Nähe des Kopfes – dann fliegt die Fledermaus schön gerade und kippt nicht vorne über. Das andere Ende des Fadens kannst du befestigen, wo es dir gefällt. Zum Beispiel an der Decke deines Kinderzimmers. So kann deine Fledermaus auch fliegen.

Farben und Techniken

Von Fingerfarbe bis Ölfarbe

Nicki Nuss entdeckt die Malerei

Die Menschen malen seit Tausenden von Jahren – in der Steinzeit an Hohlenwände, heute auf den unterschiedlichsten Materialien wie Papier oder Leinwand. Mit verschiedenen Farben und unterschiedlichen Techniken geben sie das wieder, was sie tatsächlich sehen oder sich ausdenken. Nur ein klitzekleiner Teil dieser Kunstwerke wird berühmt. Aber das bedeutet nicht, dass die unbekannten Bilder weniger schön sind, stimmt’s? Wie vielfältig die Welt der Malerei ist, lest ihr auf den nächsten Seiten.

Foto © istock/ChamilleWhite

Nicki Nuss entdeckt die Malerei

Bestimmt habt Ihr schon mal mit Finger- oder Wasserfarben gemalt. Doch es gibt noch viele andere Farben. So ist die Aquarellfarbe für Malanfänger sehr beliebt. Die Farbe ist einfach anzuwenden, und man kann die Pinsel mit Wasser auswaschen. Der Nachteil ist, dass die Farbe während des Malens dunkler erscheint als im trockenen Zustand. Ein echter Klassiker in der Malerei ist die Ölfarbe – und zwar schon seit vielen Jahrhunderten. Weil sie ziemlich langsam trocknet, kann man lange und sehr genau malen. Außerdem ist Ölfarbe sehr farbintensiv. Viele bekannte Kunstwerke wurden mit Ölfarben gemalt. Bei Künstlern ebenfalls beliebt sind heutzutage Acrylfarben, die man vielseitig einsetzen kann und die nicht so stark riechen wie die Ölfarbe.

Nicki Nuss entdeckt die Malerei

„Mona Lisa”, das wahrscheinlich berühmteste Bild der Welt, wurde vor mehr als 500 Jahren von Leonardo da Vinci gemalt. Es wird angenommen, dass die abgebildete Dame Lisa del Giocondo hieß, und dass sie die Ehefrau eines Seidenhändlers war. Andere sagen, dass es sich bei der Frau nicht um Mona Lisa handelt. Somit ist dieses Ölgemalde nicht nur sehr berühmt, sondern auch ziemlich rätselhaft. Mindestens genauso geheimnisvoll ist auch das Lächeln der Mona Lisa. Angeblich war da Vinci mit dem Bild mehr als drei Jahre lang beschäftigt. Und damit sich Mona Lisa während sie gemalt wurde, nicht zu sehr langweilte, habe der Maler regelmäßig Musiker und Spaßmacher zu sich bestellt. Heute ist das Originalgemälde im Kunstmuseum „Musée du Louvre” in Paris ausgestellt.

Bild © istock/Atypeek

Einwanderer aus dem Tier- und Pflanzenreich

Wie exotische Tiere und Pflanzen zu uns kommen und hier leben.

Exotische Tiere und Pflanzen in NRW

Hallo Kinder! In NRW leben immer mehr Tiere und Pflanzen, die aus anderen Ländern oder Erdteilen kommen. Man nennt sie gebietsfremde Arten oder „Exoten“. Einige von ihnen kommen gut mit den Tieren und Pflanzen aus, die schon viel länger hier in freier Natur leben. Wenn die Neulinge den einheimischen Arten schaden und sie verdrängen, nennt man sie „invasiv“.

Wie gelangen Tiere und Pflanzen aus anderen Ländern zu uns?

Viele Tiere und Pflanzen wurden von Menschen absichtlich aus anderen Ländern geholt. Sie wurden zum Beispiel als Gartenpflanze oder für die Pelztierzucht mitgebracht und sind dann irgendwann aus Gärten und Gehegen ausgebüxt oder sie wurden ausgesetzt. Viele Arten werden aber ganz unbeabsichtigt eingeschleppt: Pflanzensamen oder Insekten können als blinde Passagiere in Obst- und Gemüsekisten, in Schiffscontainern oder in Frachtflugzeugen zu uns gelangen.

Wusstest du schon, …

… dass es eine Liste mit insgesamt 114 invasiven Tier- und Pflanzenarten gibt, die unsere Artenvielfalt besonders bedrohen? Alle Arten, die auf dieser Liste stehen – unter anderem der Kamberkrebs und die Herkulesstaude –, dürfen nicht in die Europäische Union gebracht werden.

Höhlen in NRW

In NRW gibt es besonders viele Höhlen. Das liegt daran, dass es hier bei uns viele Kalksteine gibt.

Höhlen in NRW

In NRW gibt es besonders viele Höhlen. Das liegt daran, dass es hier bei uns viele Kalksteine gibt. Kalkstein löst sich durch Regenwasser leicht auf – beste Bedingungen für die Entstehung von Höhlen. Jede Höhle hat ihre Besonderheit: In der Heinrichshöhle in Hemer kannst du etwa das Skelett eines „Höhlen-Bären” bestaunen. In der Bilsteinhöhle in Warstein warten enge Gänge und große Tropfsteine auf dich.

Höhlen schützen

In jeder Höhle kannst du etwas anderes entdecken: In der Kluterhöhle in Ennepetal gibt es schmale Gänge und ein versteinertes Korallenriff. In der Dechenhöhle in Iserlohn sind die Tropfsteine besonders schön, sie werden mit bunten Lichtern angestrahlt.
Im Höhlenkundemuseum direkt nebenan könnt ihr erfahren, was Dinosaurier mit Höhlen zu tun haben und warum der Höhlen-Bär ausgestorben ist. Die unterirdischen Wunderwelten sind so vielfältig, dass sie erhalten bleiben sollen. Dabei hilft die NRW-Stiftung.

Wusstest du schon, …

… dass viele Höhlen ganz zufällig entdeckt wurden? In Iserlohn fiel vor 150 Jahren zwei Eisenbahnarbeitern ein Hammer in einen Felsspalt. Sie ließen sich an einem Seil in die Spalte hinab und standen mitten in einer riesigen Tropfsteinhöhle. Ohne es zu wissen, hatten sie die Dechenhöhle entdeckt. Benannt ist sie aber nach dem ersten Forscher, der die Höhle untersuchte: Heinrich von Dechen.

Berühmte Künstler

Von Picasso bis Da Vinci

Ein Picasso-Bild für 56 Millionen Euro!

Pablo Picasso war ein sehr berühmter Maler. In der englischen Hauptstadt London wurde im letzten Jahr ein Bild von ihm für sehr viel Geld verkauft – für rund 56 Millionen Euro! Stell Dir vor: In Deutschland könnte man davon Hunderte Häuser und Autos kaufen. Darauf abgebildet war übrigens eine Frau mit einem Barett (das ist eine flache Kopfbedeckung) und einem karierten Kleid. Picasso hat das Bild vor 82 Jahren gemalt. Wo dieses teure Gemälde jetzt hängt, das weiß niemand, weil der Käufer geheim bleiben wollte.

Wusstest du schon, …

… dass einige berühmte Künstler beide Seiten von Leinwänden bemalt haben? Denn auch bekannte Maler hatten oft nicht viel Geld und mussten an Material sparen. Oft sind auf den Rückseiten sehr einfache Zeichnungen oder unvollendete Gemälde zu sehen. So hat zum Beispiel der deutsche Künstler Ernst Ludwig Kirchner weit mehr als 100 Leinwände doppelseitig bemalt. Es ist aber auch schon mal vorgekommen, dass ein Maler ein bereits fertiges Bild später übermalt hat – vielleicht, weil ihm das erste Ergebnis doch nicht so gut gefallen hat.

Röntgenstrahlung

Forscher entdeckt Strahlung

Wer war Wilhelm Conrad Röntgen?

Der Forscher und Physiker lebte von 1845 bis 1923. Die Röntgenstrahlen hat er im Jahr 1895 nur durch einen Zufall entdeckt. Bei einem Experiment mit Strahlung bemerkte der Forscher auf einmal, dass am anderen Ende seines Labors etwas leuchtete. Es musste sich um eine unsichtbare, bis dahin unbekannte Strahlung handeln. Er machte weitere Versuche und fand heraus, wie die Röntgenstrahlung funktioniert und warum sie durch Gegenstände dringen kann. Später wurde diese Strahlung nach ihm benannt und 1901 bekam er den Nobelpreis für Physik, einen der weltweit wichtigsten Preise für wissenschaftliche Entdeckungen.

Wie funktioniert Röntgenstrahlung?

Mit Röntgenstrahlung kann man Bilder von Knochen und Organen sehen. Aber was ist das eigentlich? Strahlung kannst du dir wie viele kleine Teilchen vorstellen, die sich durch die Luft bewegen. Manche Strahlung, wie die Sonnenstrahlen, kannst du sehen und spüren. Die Röntgenstrahlung ist aber unsichtbar und fühlen kannst du sie auch nicht. Anders als Sonnenstrahlen können Röntgenstrahlen den menschlichen Körper durchdringen. Durch die Knochen kommen die Strahlen aber nicht, da sie härter sind und eine höhere Dichte haben. Deswegen sind die Knochen auf dem Röntgenbild zu sehen.

Durchleuchtet

Körper, Kunst und Mumien

Was macht ein Radiologe?

Ein Radiologe hat nichts mit einem Radio zu tun. Ein Radiologe ist ein Arzt. Er beschäftigt sich damit, Krankheiten im Inneren von Menschen zu erkennen. Dafür benutzt er verschiedene Techniken: zum Beispiel das Röntgen für Knochen oder den Ultraschall, wenn er sich deine Organe anschauen möchte. Auf den Bildern, die dabei entstehen, kann er ein gebrochenes Bein oder eine Verletzung genau erkennen, die man von außen nur schlecht sieht.

Kunst mit Röntgenstrahlen

Mit Röntgenstrahlung lassen sich nicht nur Menschen durchleuchten, sondern auch ganz andere Dinge. Der Fotograf Nick Veasey aus England benutzt Röntgenstrahlung und macht damit Kunst. Da sieht man mal, wie kompliziert die einfachsten Gegenstände in ihrem Inneren doch sind.

Durchleuchtet mit Röntgenstrahlung

So siehst du von innen aus

Bilder für den Arzt

Habt ihr euch schon mal einen Knochen gebrochen? Dann hat die Ärztin oder der Arzt bestimmt ein Röntgenbild gemacht. Vor fast 125 Jahren hat Wilhelm Conrad Röntgen die Strahlen entdeckt, die dafür nötig sind – und später wurden sie dann auch nach ihm benannt. Ich erkläre euch, wie Röntgenstrahlen funktionieren und wo sie überall benutzt werden.

So siehst du von innen aus

Auf Röntgenbildern kann man das Skelett des Menschen sehen. Was meinst du, wie viele einzelne Knochen gibt es im Körper? Die Wissenschaftler sind sich da auch gar nicht so sicher, denn im Laufe des Lebens wachsen manche Knochen zusammen. Man hat daher zwischen 210 und 300 einzelne Knochen. Der kleinste von ihnen befindet sich im Ohr und ist nur drei Millimeter groß.

Mahlen mit Wind

Um zu verstehen, wie eine Windmühle funktioniert, stellt euch einfach mal ein Segelschiff vor.

Im Prinzip funktionieren nämlich Schiffe und Mühlen ganz ähnlich: Beim Segelschiff bläst der Wind in das Segel und befördert so das Schiff durch das Meer. Da die Mühle ja feststeht und nicht wie ein Segelschiff davonschwimmen kann, treibt der Wind die Flügel der Mühle einfach immer wieder an und sie drehen sich im Kreis. Bei den alten Mühlen sahen die Flügel sogar noch aus wie rechteckige Segel. Heute gleicht ihre Form eher Flugzeugflügeln. So kann die Kraft des Windes besser genutzt werden.

Hier siehst du, wie eine Windmühle funktioniert.

So entstehen Sprichwörter

Vom so „Dahergesagten“ zum Sprichwort.

Nicki Nuss macht mit Nina und Klaus, dem Frosch, Ferien in einem alten Bauernhaus. Da ist alles so wie früher: Zum Beispiel hängt der Suppenkessel an einer Kette unter der Decke. Zwischen Kette und Kessel befindet sich eine Halterung mit mehreren Abstufungen. „Die Abstufungen nennt man Zähne“, erklärt Nina. „Sollte das Essen schneller gar werden, musste man den Kessel einen Zahn tiefer hängen.“ „Ah“, denkt Nicki. „Daher stammt also das Sprichwort: Wenn etwas schneller gehen soll, muss man ‚einen Zahn zulegen’.“

Nicki Nuss, Nina und Klaus machen einen Ausflug in ein altes Dorf. Da ist alles wie im Mittelalter: „Iiihhgitt, wo bin ich denn da rein getreten?“, ärgert sich Nicki. Klaus und Nina blicken auf Nickis schmierige Pfoten. „Oh, pfui Spinne“, sagt Nina, „du bist in ein Fettnäpfchen getreten! Im Mittelalter fettete man Schuhe oder Bekleidung aus Leder ein, um sie vor Nässe zu schützen. An der Eingangstür stellte man darum einen Topf mit Fett auf. Wer besonders ungeschickt war, ist in den Topf hineingetreten“, erklärt Nina. „Und wer heute in ein Fettnäpfchen tritt, hat sich ungeschickt verhalten“, sagt Klaus.

Nicki Nuss schwärmt für Adlige. Ob Könige, Prinzen oder Barone – alles, was Nicki in den Zeitungen findet, sammelt er. Dabei ist ihm aufgefallen, dass oft vom „blaublütigen Adel“ oder „Blaublütern“ die Rede ist. Nicki weiß genau, dass sein Blut rot ist. Das hat er gesehen, als er sich beim Nüsse knacken verletzt hat. „Komisch“, denkt er, „ich frag mal Nina!“ Nina erzählt: „Die Redewendung stammt aus dem Mittelalter. In dieser Zeit galt es als vornehm, eine blasse Haut zu haben. Adelige schützten ihre Haut mit Stoffen und Schirmen. So kam es, dass die Adern bläulich durch die blasse Haut schimmerten.“

Nicki ist wieder in dem Dorf, in dem alles so ist wie im Mittelalter. Heute soll er bei der Ernte helfen. Bevor er den ersten Apfel geerntet hat, nimmt sein Chef, der Lehnsherr, ein Stück Holz. Er spaltet es, eine Hälfte bekommt Nicki, die andere behält er. Für jeden vollen Apfelkorb, den Nicki erntet, macht der Lehnsherr mit dem Messer eine Kerbe. Dabei hält er die beiden gespaltenen Holzstücke zusammen. So kann keiner schummeln. Je mehr Kerben Nicki hat, desto mehr Lohn bekommt er – und desto mehr hat er auf seinem Kerbholz! Übrigens: Das Kerbholz diente damals auch dazu, Schulden zu markieren. Daher kommt auch die heutige Bedeutung: Wer etwas „auf dem Kerbholz“ hat, hat etwas Unrechtes getan!

„Aua!“ Nicki hat sich mit den Pfoten in die Nasenscheidewand gepiekst. Diese Stelle ist sehr empfindlich. Das wussten auch schon die Bauern vor langer Zeit. Sie stachen dem Stier, der Kuh oder dem Bullen einen Ring durch die Nase und befestigten daran eine Kette. Jetzt konnten sie das Tier „an der Nase herumführen“. Es folgte ihnen brav. Denn sobald die Kette stramm gezogen wurde, durchfuhr das Tier ein stechender Schmerz. Heute bedeutet „jemanden an der Nase herumzuführen“, jemanden zu täuschen oder hereinzulegen.

Nicki Nuss, Nina und Klaus machen einen Ausflug in den Wald. Doch auf einmal wird es immer dunkler und düsterer. „Komisch“, sagt Nicki. „Wir sind doch immer dem Weg gefolgt.“ „Hm“, überlegt Nina, „das waren ja mehr so Schleifspuren von Holzstämmen!“ Und richtig: Vor ihnen liegen dicke, alte, modrige Holzstämme. „Ah, ich weiß!“, ruft Nina. „Früher hat man mit Pferden die gefällten Bäume abtransportiert – auf den so genannten Holzwegen! Zu irgendeinem Ziel führten sie nicht, sondern endeten mitten im Wald!“ „Ah!“, ruft Nicki. „Wenn man auf dem Holzweg ist, kommt man also nicht zum Ziel und nicht dahin, wo man hin möchte!“

„Warum hast du dem Ochsen denn ein Holzbrett vor den Kopf geschnallt? Er kann ja gar nichts sehen!“, empört sich Nicki. Er hat Ferien und ist einen Tag mit einem Bauern auf seinem Feld. „Dieser Ochse ist besonders störrisch und dumm. Er begreift nicht, dass er einfach geradeaus gehen und den Pflug ziehen soll“, erklärt der Bauer. „Mit dem Brett vor dem Kopf ist er nicht so abgelenkt“, so der Bauer weiter. „Hm“, überlegt Nicki, „wer sich beschränkt und begriffsstutzig wie ein Ochse anstellt, hat dann also ein Brett vor dem Kopf!“

„Hier habe ich die Nuss vergraben, ich weiß es genau“, ärgert sich Nicki. Nie kann er sich merken, wo er seine Vorräte vergraben hat. Und gerade jetzt hat er große Lust auf eine leckere Haselnuss. Schon 20 Löcher hat er gebuddelt. Aber aufgeben will er noch lange nicht. Denn er weiß: „Wenn Wasser für kurze Zeit auf einen Stein tropft, dann macht das dem Stein nichts. Aber wenn über einen ganz langen Zeitraum Wasser auf einen Stein tropft, dann bildet sich dort eine Vertiefung. Ich muss also nur beharrlich sein und es lange genug versuchen“, tröstet er sich. Er gräbt und gräbt und gräbt. Und endlich: Nicki entdeckt eine glänzend braune Haselnuss! „Wusste ich´s doch – steter Tropfen höhlt den Stein!“

Nicki Nuss geht es gar nicht gut. Ausgerechnet die Lieblingsnuss von seiner Freundin Nina hat er verloren. Nun fühlt er sich, als läge etwas Großes und Schweres auf seiner Brust. „Das ist bestimmt das schlechte Gewissen“, denkt er. Doch plötzlich hellt sich seine Miene auf. „Am Teich, da könnte ich sie verloren habe, als ich am Ufer wild herumgehüpft bin!“ Flink läuft er zurück – und tatsächlich: Da liegt die Nuss im Gras. Nicki ist sehr erleichtert. Er fühlt sich, als hätte ihm jemand ein schweres Gewicht von seiner Brust genommen. Nicki fällt sprichwörtlich „ein Stein vom Herzen“.