Male deine eigene Landschaft mit Blätter-Stempeln

Mit dieser Anleitung gestaltest du dein eigenes Landschaftsbild.

Dafür benötigst du:

  • unterschiedliche Blätter
  • Wasserfarben, Fingerfarben oder Acrylfarben
  • Pinsel
  • Papier

Am besten nimmst du Dinge, die du sowieso zu Hause hast. Schaue dich einfach mal um!

1. Schritt: Blätter sammeln
Sammle draußen verschiedene Blätter mit unterschiedlichen Formen und Größen.

2. Schritt: Papier vorbereiten

Überlege, welche Farben und Motive deine Landschaft prägen sollen. Wenn du möchtest, grundiere das Papier mit Farbe und lass es gut trocknen.

3. Schritt: Motiv gestalten

Wenn nicht das ganze Kunstwerk aus Blätterabdrücken bestehen soll, male einen Teil deines Motivs mit dem Pinsel vor. Wir haben uns zum Beispiel für einen Herbstwald entschieden und erst die Baumstämme aufgemalt.

4. Schritt: Blätter bemalen

Bestreiche die Unterseite deiner gesammelten Blätter mit Farbe. Denke an deinen Spaziergang: Welche Farben sind dir besonders aufgefallen?

5. Schritt: Blätter stempeln

Drücke die bemalten Blätter mit der Farbseite nach unten auf das Papier und presse sie gleichmäßig an. Ziehe die Blätter vorsichtig wieder ab. Wenn es zwischendurch schneller gehen soll, kannst du auch deinen Finger mit Farbe bemalen und damit kleine Abdrücke stempeln.

6. Schritt: Details ergänzen

Mach es wie Koekkoek: Wenn du möchtest, kannst du einen Menschen oder einen Reiter in deine Landschaft malen, um die Größe und Ruhe der Natur zu betonen.

Fertig ist dein Kunstwerk!

Das Haus des Malers

Du möchtest wissen, wie ein Maler vor 200 Jahren gelebt und gemalt hat? Dann kannst du das Koekkoek-Haus in Kleve besuchen.

Koekkoek ist in den Niederlanden geboren, also im Nachbarland von Deutschland. Später zog er nach Kleve, eine Stadt am Rhein. Dort baute er sich ein großes Haus. Es ist heute das Museum Koekkoek-Haus, das du besuchen kannst. Dort kannst du viele Bilder sehen, die der Künstler gemalt hat. Und du bekommst einen Eindruck davon, wie er früher dort mit seiner Frau, seinen Töchtern und einigen Helferinnen und Helfern wie einem Kindermädchen und einem Gärtner gelebt hat. Die Familie hatte oft Besuch von Verwandten und hat große Feste gefeiert. Jetzt wurde das Koekkoek-Haus komplett renoviert. Zu dem Haus gehört auch ein schöner großer Garten. Da konnte Koekkoek sich Ideen für seine Bilder suchen.

Das „Atelier“ des Malers

Hinter dem Koekkoek-Haus in Kleve steht ein hoher Turm. Von da hatte der talentierte Maler eine schöne Aussicht über die Landschaft rund um Kleve. Dadurch hat er viele Ideen für Bilder bekommen. Und tatsächlich hat er seine Bilder in dem Turm auch gemalt. Denn darin war sein „Atelier“ (gesprochen: Ateljeh), das ist Französisch und heißt „Werkstatt“. So nennt man den Raum, in dem Malerinnen und Maler ihre Bilder malen. Oben auf Koekkoeks Turm steht eine Statue der Göttin Minerva. Bei den alten Römern war sie die Göttin der Künste. Das passt doch gut, oder?

Erlebe und male die Natur

Entdecke die Schönheit der Landschaft und die Farben der Natur – und werde selbst kreativ!

Was gehört für dich zu einer schönen Landschaft? Vielleicht ein großer Baum? Ein ruhiger See? Ein Reh im Gras oder vielleicht ein putziges Eichhörnchen? Stell dir vor, dass du eine Künstlerin oder ein Künstler bist, und male deine eigene Landschaft. Zum Beispiel mit Buntstiften, mit Wasserfarben oder mit Straßenkreide. Lasse dich gerne von der Natur inspirieren!

Farben der Natur

Koekkoek hat genau hingeschaut, welche Farben die Natur hat. Jetzt bist du gefragt: Welche Farben entdeckst du draußen? Sammle Naturmaterialien wie Blätter, Steine, Blumen oder Holzstückchen mit unterschiedlichen Farben: gelbe, braune oder grüne. Vergleiche die Farben miteinander. Sortiere sie zum Beispiel von hell nach dunkel. Oder schaue, welche Farben zusammen besonders schön aussehen. Zu Hause kannst du die gesammelten Farben mit deinen Stiften und Wasserfarben vergleichen.

Abenteuer Malerei

Vor 200 Jahren lebte ein ganz besonderer Maler, der bis heute für seine Landschaftsbilder bekannt ist. Lerne ihn kennen!

Barend Cornelis Koekkoek (gesprochen: Kuck-kuck) ist ein bekannter Malter. Er malte schöne Bilder von Wäldern, Bergen, Flüssen und Schlössern – fast so, als ob man durch ein Fenster in die Natur schaut. Erfahre mehr über Ihn, entdecke seine Welt und werde selbst kreativ!

Koekkoek, der Landschaftsmaler

Koekkoek konnte schon als Kind sehr gut malen und war auf einer Zeichenschule. Seine Bilder wirken oft wie aus einem Märchen. Koekkoek wollte den Menschen zeigen, wie wunderschön die Natur ist. Deshalb malte er alles ganz genau – jedes Blatt, jeden Stein, manchmal so klein, dass er eine Lupe brauchte. Viele Menschen bewunderten und kauften seine Bilder – sogar Könige!

So sah Koekkoek aus, als er 36 Jahre alt war. Das Bild hat ein anderer Künstler von ihm gezeichnet.
So sah Koekkoek aus, als er 36 Jahre alt war. Das Bild hat ein anderer Künstler von ihm gezeichnet.

Glühwürmchen & Fledermaus: aktive Sender

Mit Licht und Lauten durch die Nacht

Glühwürmchen: natürliche Glühbirne

Der Leuchtkäfer strahlt sein Signal nur bei Nacht aus. Das Glühen entsteht durch einen chemischen Vorgang, bei dem Licht freigesetzt wird. Da nur der hintere Teil des Körpers lichtdurchlässig ist, leuchtet das Hinterteil. Die körpereigene Lampe ist für den schwarz-braunen Käfer überlebenswichtig: Die Strahlen dienen der Partnersuche.

Fledermaus: aktiver Nachtschwärmer

Auch die Fledermaus ist nachts unterwegs: Nach Einbruch der Dunkelheit geht sie auf Beutejagd. Dabei findet sie sich mit Hilfe von Lauten zurecht. Treffen die Laute auf einen Gegenstand, werden sie als Schallwellen zurückgeworfen, genau wie bei einem U-Boot. Die Fledermaus weiß dann, wo sich ein Hindernis oder ein Insekt befindet. Für uns Menschen sind diese Geräusche nicht hörbar.

Fuchs & Igel: Nachtwanderer mit feinen Nasen

Nachtwanderer mit feinen Nasen

Fuchs: schlaues Raubtier

In der Dunkelheit verlässt sich der Fuchs ganz auf seine Nase: Sein ausgeprägter Geruchsinn hilft ihm bei der Jagd nach Mäusen, Kaninchen und anderen Beutetieren. Auch die Augen des Raubtieres sind an das nächtliche Leben angepasst: Je dunkler es wird, desto größer werden seine Pupillen, bei Helligkeit verengen sie sich wieder. So kann der Fuchs nachts genau so gut sehen wie am Tage.

Igel: stacheliger Nachtwanderer

Im Schutz der Dunkelheit begibt sich der Igel auf Nahrungssuche. Regenwürmer und Schnecken sind seine Leibspeise. Aber auch Wurzeln und Früchte stehen auf seinem Speiseplan. Der Igel hat keine guten Augen, dafür kann er besonders gut riechen und hören. Sein Stachelkleid schützt ihn gegen seinen natürlichen Feind, den Fuchs. Im nahrungsarmen Winter hält der Igel Winterschlaf.

Eule: lautloser Greifvogel

Hallo Kinder, wenn ihr euch abends zum Schlafen in eure Betten kuschelt, stehen viele Tiere erst auf, denn sie sind richtige Nachtschwärmer. Man bezeichnet sie deshalb auch als „nachtaktiv“. Lest hier, welche Tiere im Dunkeln leben.

Warum machen Tiere die Nacht zum Tage?

Vor allem viele kleine Tiere sind nachts unterwegs. Die Dunkelheit bietet ihnen Schutz vor größeren Tieren, von denen sie sonst gejagt würden. Raubtiere wie der Fuchs haben sich an das Verhalten ihrer Beute angepasst und jagen in der Dunkelheit. Einige Tiere sind auch nachtaktiv, weil sie „Futter-Konkurrenten“ aus dem Weg gehen wollen. So geht die Eule nachts, der Bussard tagsüber auf Beutefang.

Schlauer Jäger

Auch die Eule wird erst munter, wenn es Nacht wird. Selbst leiseste Geräusche einer Maus kann sie aus weiter Entfernung wahrnehmen. Ihre guten Ohren, die beide unterschiedlich hoch am Kopf sitzen, helfen ihr dabei. Zudem sorgen ihre besonderen Federn, die wie ein Kamm geformt sind, und ihre große Flügelfläche für einen geräuschlosen Anflug.

Wandernde Amphibien

Nach dem langen und kalten Winter bewegen sich Kröten und Frösche ziemlich langsam. So kann es sein, dass sie bis zu 20 Minuten brauchen, um eine Straße zu überqueren. Das ist natürlich ziemlich gefährlich.

Warum wandern Kröten und Frösche?

Jedes Jahr im Frühling, wenn es nicht mehr so bitterkalt ist, begeben sich hunderte Frösche und Kröten auf Wanderschaft. Frösche und Kröten sind Amphibien, Tiere die sowohl an Land als auch im Wasser leben. Nach dem Winterschlaf machen sie sich auf, um einen Platz zum Laichen zu finden. So nennt man es, wenn die Weibchen ihre Eier legen. Dazu suchen sie einen Teich, in dem sie ihre Eier ablegen können. Denn Amphibien werden im Wasser geboren und kommen erst an Land, wenn sie ausgewachsen sind.

Wohin geht’s?

Die Frösche und Kröten suchen aber nicht irgendeinen Teich. Sie wandern zu dem Gewässer, in dem sie selbst geboren wurden. Und da sie viele Brüder und Schwestern haben, reisen viele hundert Tiere gleichzeitig in dieselbe Richtung. Dabei müssen sie bis zu fünf Kilometer lange Strecken zurücklegen und auch stark befahrene Straßen überqueren.

Fleißige Krötenhelfer

Jedes Jahr nach dem kalten Winter bewegen sich Kröten und Frösche ziemlich langsam. So kann es sein, dass sie bis zu 20 Minuten brauchen, um eine Straße zu überqueren. Das ist natürlich ziemlich gefährlich.

Fleißige Krötenhelfer

Deshalb stellen Tierschützer jedes Jahr an vielen Straßen Schutzzäune auf. Sie verhindern, dass die Amphibien auf die Straße laufen. Vor den Zäunen sammeln die Helfer die Tiere ein und tragen sie über die Straße. An manchen Straßen gibt es auch Tunnel für Amphibien. Durch die kommen Kröten und Frösche auch sicher auf die andere Straßenseite.

Kröte oder Frosch?

Es gibt weltweit verschiedene Frosch- und Krötenarten: dicke und dünne, bunte und einfarbige. Doch wodurch unterscheiden sich Kröte und Frosch? Wenn du genauer hinschaust, erkennst du, dass Frösche dünn sind und eine glatte Haut haben. Kröten sind wesentlich größer als Frösche und haben eine trockene Haut, die oft mit Warzen bedeckt ist.

Wer hüpft denn da?

Frösche hüpfen, das ist klar. Kröten dagegen können nicht hüpfen. Denn sie haben zu kurze Beine. Dafür können Kröten schnell rennen, einige Arten so schnell wie eine Maus. So legen sie sogar viele Kilometer zurück.

Wer quakt denn da?

Quak, quak, quak! Wenn Frösche reden, geht es ziemlich laut zu. Dieses Geräusch entsteht in der „Schallblase“ – ein Ballon aus Haut, der mit Luft aufgeblasen werden kann. Wenn sich die Blase mit Luft füllt, werden die Stimmbänder bewegt und erzeugen das bekannte Quaken. Meistens hört man nur Frösche quaken. Denn die Schallblase von Kröten ist viel kleiner als die Schallblase der Frösche und macht gar nicht so viel Krach.

Warum hast du so viele Warzen, liebe Kröte?

Kröten haben viele kleine und große Knubbel und Beulen auf Kopf und Rücken. Diese Warzen haben eine wichtige Funktion, denn es handelt sich um Drüsen. Drüsen sind kleine Organe, die Flüssigkeiten produzieren. Menschen haben zum Beispiel Drüsen in der Haut, deswegen können sie schwitzen. Die Drüsen der Kröte sondern Flüssigkeiten ab, um die Haut der Tiere schön feucht zu halten. Das ist sozusagen ihre körpereigene Sonnencreme. Manche Arten produzieren sogar Gifte in ihren Drüsen, mit denen sie sich vor Feinden schützen.