Dem Biber auf der Spur

Museum für Naturkunde Schloss Benrath, Düsseldorf

Ein Wald mitten im Schloss… Das sieht man nicht alle Tage! Erobere Schloss Benrath und begib dich auf die Suche nach Bibern, Fischottern und Nutria. Diese niedlichen Tiere bevölkern nicht nur die Ausstellung des Naturkundemuseums in Schloss Benrath, sondern auch Flüsse und Auen rund um Düsseldorf. Erfahre, was passiert, wenn ein Fluss wie der Rhein sein angestammtes Bett verlässt und warum regelmäßige Überflutungen so wichtig für die Natur und ihre Bewohner sind.

Kleiner Tipp für große Entdecker:

Bei gutem Wetter solltest du nach deinem Besuch im Museum unbedingt noch den Schlosspark erkunden.

Dem Biber auf der Spur

„Och, das ist ja nur für Mädchen“, beschwert sich Nicki, als er vor Schloss Benrath steht. „Quatsch!“, sagt Nina, „Wie kommst du denn darauf?“ „Naja, ein rosa Schloss sieht nicht so aus, als ob es dort etwas für Jungs gibt“, antwortet Nicki. „Keine Sorge, hier ist kein Puppenmuseum, sondern das Museum für Naturkunde. Hast du nun Lust, mitzukommen?“ Nicki zögert nicht lange. Er hüpft durch den Eingang des Museums. Plötzlich zuckt er zusammen. „Was war das denn für ein Knarzen und Krachen?“, fragt er ängstlich. „Meinst du, es spukt hier im Schloss?“ Nina schüttelt den Kopf und überlegt kurz: „Nein, das Geräusch kenne ich. So klingt es, wenn ein Baum gefällt wird.“ „Das war bestimmt ein Biber“, ruft Nicki. „Meinst du, dass wir ihn hier im Museum finden?“ „Bestimmt!“, sagt Nina. „Hier gibt es eine Ausstellung über die Rheinauen – und in solchen Feuchtgebieten fühlen sich Biber wohl.“

Nicki ruft Nina ungeduldig aus Raum 8. „Ich glaub, ich steh im Wald“, sagt er kichernd. Er turnt vergnügt durch die Bäume, die dort stehen. Kaum ist er um die Ecke gehüpft, bleibt er wie versteinert stehen. „Vorsicht, da oben sitzt ein Adler“, flüstert er Nina zu und tapst ein paar Schritte rückwärts. Nina lacht: „Das ist ganz sicher kein Adler, du Angsthase!“ „Mmh“, überlegt Nicki, „ein Biber fällt gerne Bäume. Vielleicht finden wir ihn dann auch hier im Wald.“ „Nein“, sagt Nina, „Biber bauen auch gerne Dämme und dafür brauchen sie Wasser. Aber ich hab das Gefühl, wir sind ihm schon auf der Spur.“

Wo?

Naturkundemuseum
Benrather Schloßallee 102
40597 Düsseldorf
www.schloss-benrath.de/naturkundemuseum

Was macht Nicki hier?

Nicki und die NRW-Stiftung haben den Freundeskreis Museum für Naturkunde Benrath e.V. dabei unterstützt den Ausstellungsbereiches über „Flüsse und Auen“ einzurichten.

Von Waldgeistern und anderen Wesen

Ausflug zum Tiergarten Schloss Raesfeld

Bereits im Mittelalter erhob sich in Raesfeld eine Burg mit dicken Mauern. Sie war rundherum von Wasser umgeben, um die Schlossherren besser vor Feinden zu schützen. Genauso steht Schloss Raesfeld heute noch da. Schon von weitem kannst du den dicken Schlossturm erkennen. Rund um das Schloss ist ein großer Park. Hier leben Rehe, Hirsche, Dachse, Rotfüchse und Schafe. Im Informations- und Besucherzentrum kannst du dir ein lebendes Modell des Tiergartens anschauen, das aus vielen kleinen Pflanzen besteht. Hier findest du auch eine Karte des Tiergartens. Sie ist fast 300 Jahre alt. 1729 hat der Landvermesser Johan Reiner Oßingh sie gezeichnet. Sie zeigt den Tiergarten, wie der Burgherr Alexander II. von Velen ihn im Jahr 1653 in Auftrag gegeben hatte.

Am besten planst du im Besucherzentrum deine Entdeckerroute durch den Tiergarten vorbei an Teichen, einem Forsthaus, der Wellbrockquelle und den Ruinen der vier Mühlen, die Schlossherr Alexander II. hier bauen ließ.

Von Waldgeistern und anderen Wesen

„Spürt ihr die Zauberkräfte im Wald?“, fragt Nina. Sie läuft gerade mit Nicki und Klaus durch einen Zauberwald. Nicki atmet einmal ganz tief ein und schließt die Augen. Er öffnet sie wieder und springt erschrocken einen Satz nach hinten. Fratzen aus Holz gucken ihn von oben herab an. Hinter sich hört er ein lautes Glucksen: Nina liegt auf dem Boden und hält sich den Bauch vor Lachen. „Das sind doch nur die Waldgeister. Die haben Schüler hier gebaut“, ruft sie. „Die Waldgeister bieten den Menschen Schutz auf dem Weg zum Tiergarten Schloss Raesfeld.“ Die beiden schlendern durch den Tiergarten – ganz so wie früher die Schlossherren von Raesfeld. Die Bewohner des Schlosses gingen in ihrem großen Park sogar auf die Jagd. „So einen tollen Garten hätte ich auch gerne mal hinter meinem Haus“, schwärmt Nina. „Hier gibt es Damwild und Rotwild, zwei unterschiedliche Hirscharten. Am Forsthaus grasen auch Esel“, liest sie auf einem Schild.

Nina und Nicki schauen sich im Wald genau um. „Hier wachsen aber viele verschiedene Pflanzen“, stellt Nicki fest. Nach kurzer Zeit kommen die Zwei zu einem kleinen Pfad, der in den Wald führt. „Guck mal, da kommt Wasser aus dem Stein“, bemerkt Nina. „Das ist die Wellbrockquelle“, liest Nicki. „Das Wasser sieht ganz sauber und klar aus. Probier es mal.“ Nina klettert zur Quelle und probiert einen Schluck Wasser. „Stimmt“, sagt Nina. „Das schmeckt nach Eisen.“ Wenig später erreichen Nina und Nicki einen großen Teich. „Das ist der Ottoteich“, erzählt ihnen ein Spaziergänger. „Benannt nach dem Ritter Otto. Er soll mit Pferd und Wagen in dem Teich verschwunden sein.“ „Hat ihm denn keiner geholfen?“, fragt Nicki entsetzt. Der Mann schüttelt den Kopf. „Viele haben in dem Teich gesucht, um ihn zu retten — aber vergeblich. Man sagt, wenn das Wasser ganz still ist, kann man Schatten von ihm und seinem Wagen sehen.“ Gespannt starren Nina und Nicki in den Teich. „Ich sehe nur mich“, sagt Nina nach einer Weile und zieht weiter.

Auf einmal ruft sie lachend: „Die Bäume hier haben Hosen an!“ „Stimmt“, sagt Nicki und verzieht sein Gesicht, „aber mir wären die Hosen ein wenig zu unbequem.“ Im Besucherzentrum schlendern Nina und Nicki durch die Ausstellung rund um das Schloss und den Tiergarten. „Guck mal, da ist der ganze Tiergarten noch einmal aufgebaut“, sagt Nicki. Mitten im Raum steht das Modell, das hell angeleuchtet wird. „Da ist ja der Teich, an dem wir gerade noch standen.“ Er zeigt auf das Modell. „Ja, und hier ist das Schloss“, sagt Nina. „Die Pflanzen auf dem Modell sind gar nicht aus Plastik. Die sind ja alle echt“, stellt Nicki fest. „Deswegen muss es hier auch so hell sein, damit die Pflanzen grün bleiben“, sagt Nina. Rings herum ist es dunkler. Dort starren die beiden aus einer Ecke plötzlich viele Augen an. „Hey, einige von euch haben wir heute doch schon einmal gesehen.“
Welches Tier kann das gewesen sein? Im Informations- und Besucherzentrum Tiergarten Schloss Raesfeld findest du es heraus.

Entdecker-Info

Bevor ihr zum Tiergarten Schloss Raesfeld fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker-Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann in dem Informationszentrum.

Wo?
Tiergarten Schloss Raesfeld
Informations- und Besucherzentrum
Hagenwiese 40
46348 Raesfeld
Tel.: 02865 / 60910
www.naturpark-hohe-mark.de

Was macht Nicki hier?
Nicki und die NRW-Stiftung haben dem Trägerverein Tiergarten Schloss Raesfeld geholfen, die neue Ausstellung im Obergeschoss des Informationszentrums einzurichten und mehrfach zum Erhalt der Schlossanlage beigetragen.

Wurst im Wohnzimmer

Mühlenhof Freilichtmuseum, Münster

Früher war alles besser? Von wegen! Vor über 200 Jahren war das Dorfleben eine ganz schöne Schufterei. Überzeuge dich selbst und begib dich auf eine Zeitreise in das Mühlenhof-Freilichtmuseum in Münster. Dort ist ein altes Bauerndorf wiederaufgebaut und du kannst sehen, wie die Menschen damals gelebt und gearbeitet haben. Alles mussten sie mühsam per Hand machen – elektrische Maschinen gab es ja noch nicht. Das war ein einziges Hämmern, Hobeln, Sägen und Schmieden.

Mehr als 30 Häuser hat das kleine Dorf, unter anderem gibt es eine Schusterwerkstatt, eine Schreinerei, eine Schmiede, eine große Mühle, eine Schule und ein Backhaus. Begib dich auf eine spannende Zeitreise und entdecke, wie die Menschen im Münsterland vor über 200 Jahren lebten.

Wurst im Wohnzimmer

„Hoffentlich trocknet mein Pelz gleich wieder. So was Ärgerliches“, murrt Nicki. Mit Nina tritt er durch den Eingang des Mühlenhof-Museums in Münster. „Du bist selber schuld“, sagt Nina. „Hättest du nicht so rumgezappelt, wärst du auch nicht in den Aasee gefallen.“ Nach ein paar Minuten vor dem offenen Herdfeuer im großen Gräftenhof ist Nicki schon wieder trocken. Endlich kann er mit Nina das Freilichtmuseum erkunden.

Als Erstes laufen die beiden zu der großen Bockwindmühle. „Die ist aber toll“, ruft Nicki begeistert. „Kann man da raufklettern?“, fragt er. Bevor Nina „Nein“ rufen kann, klettert Nicki schon auf die Windmühlenflügel. Ehe er sich versieht, bläst ein Windstoß in die großen Flügel. Die drehen sich einmal halb rum und reißen Nicki dabei mit. Erschrocken hängt er in 24 Metern Höhe über dem Museumsgelände und strampelt wild. „Hilfe! Feuerwehr! Holt mich hier runter!“, ruft Nicki panisch. Zu seinem Glück kommt erneut ein Windstoß. Der dreht die Flügel so weit, dass er sicher auf den Boden hüpfen kann

„Schau mal Nicki, das hier ist das älteste Gebäude im Museum“, sagt Nina. Sie zeigt auf das Mühlenhaus im hinteren Teil des Geländes. In dem Gebäude schnuppert Nicki und guckt skeptisch: „Dürfen die Besucher hier drin rauchen? Das finde ich aber nicht gut.“ „Du hast aber keine gute Nase“, sagt Nina. „Hier stinkt es doch nicht nach Zigarettenqualm. Es riecht eher wie in einer Räucherkammer.“ Ein Museumsführer nickt: „Genau das war auch gleichzeitig der Wohnraum. Da oben seht ihr Würste und Schinken hängen, die hier wie früher geräuchert werden. So etwas nennen wir Westfälischer Himmel.“ „Ob das so himmlisch zum Wohnen war?“, fragt sich Nicki.

„Ach, die hatten damals ganz andere Probleme“, sagt Nina. „Es gab ja nur ein Herdfeuer und kein warmes Wasser – da war es im Winter bitterkalt.“ Und dann mussten die Menschen das Haus auch noch mit ihren Kühen und Pferden teilen.“ „Puh, das hat bestimmt ordentlich gestunken“, sagt Nicki. „Sag mal, wie alt ist das Haus eigentlich?“, fragt er. „Draußen am Giebel habe ich zwei Jahreszahlen gesehen.“ „Schau mal Nicki, was ich für ein tolles Schild an dem Haus da drüben fotografiert habe“, sagt Nina und zeigt Nicki ihr Smartphone. „Aber Nina, da erkennt man ja gar nichts, das ist ja nicht mal die Hälfte“, sagt Nicki und lacht.

Entdecker-Info

Bevor ihr zum Mühlenhof-Freilichtmuseum fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann im Museum.

Wo?

Mühlenhof-Freilichtmuseum

Theo-Breider-Weg 1

48149 Münster

Tel.: 0251 / 981200

www.muehlenhof-muenster.org

Was macht Nicki hier?

Nicki und die NRW-Stiftung haben dem Museums-Trägerverein De Bockwindmüel e. V. geholfen, den Webers Kotten im Freilichtmuseum wiederaufzubauen.

Nicki und die Näherinnen aus Bielefeld

Ausflug ins Museum Wäschefabrik, Bielefeld

Wusstest du, dass Bielefeld viele Jahrzehnte lang für seine Wäsche berühmt war?

In einer Wäschefabrik im Spinnereiviertel sieht alles noch genauso aus wie 1980, als die Fabrik geschlossen wurde. Überall liegen Garnrollen, Musterbücher und Stoffe herum, die alten Nähmaschinen stehen in Reih und Glied und auch die Bügeleisen scheinen nur auf neue Hemden zu warten.

Es könnte einem fast ein bisschen unheimlich werden, denn es sieht so aus, als würden die Arbeiterinnen nur eine Pause machen und gleich zurückkommen. Aber keine Sorge – in der Wäschefabrik darfst du dich ganz in Ruhe umschauen. Das Museum bietet auch regelmäßig Vorführungen und Workshops für Kinder an.

Nicki und die Näherinnen aus Bielefeld

„Haben Sie einen Frosch und ein Mädchen hier reinkommen sehen?“ Ganz außer Atem kommt Nicki am Eingang der Wäschefabrik Winkel an. Auf dem Weg ins Museum hat er Nina und Klaus verloren. Die Wäschefabrik liegt etwas versteckt in einem Hinterhof. „Keine Angst“, beruhigt ihn die nette Dame am Empfang „die beiden sind schon im Nähsaal.“ Es rattert, surrt und klappert. Die Geräusche der Nähmaschinen erfüllen den Saal. „Was machst du da?“, fragt Nicki. „Pssssscht!“ Nina weist auf ein Bild an der Wand: „Nur geschäftlich bist Du hier, Zeit ist Geld, das merke Dir. Willst Du unterhalten sein, stell Dich des abends ein.“

„Huch, sind die streng hier“, sagt Nicki empört. „Nein, nein“, beschwichtigt die Dame vom Empfang. „Das Schild gehört zur Ausstellung. Von 1913 bis 1980 wurden hier Blusen, Hemden, Tisch-, Bett- und Unterwäsche hergestellt. Die Chefs der Näherinnen waren sehr streng und haben genau darauf geachtet, dass alle fleißig arbeiten und nicht zu viel miteinander sprechen.“ Auf einmal tönt ein lauter Knall durch den Nähsaal. Klaus hat eines der schweren Bügeleisen umgeworfen. „Das war bestimmt ganz schön anstrengend, den ganzen Tag mit so einem schweren Eisen die Falten aus dem Stoff zu bügeln“, denkt Nicki. „Oh, schaut mal, die schönen Muster“, ruft Nina, „die wurden nach dem Nähen auf Blusen und Wäsche gestickt. Davon muss ich später unbedingt eins mitnehmen.“

Entdecker-Info

Bevor ihr zur Wäschefabrik fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker-Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann in dem Museum.

Wo?
Museum Wäschefabrik
Viktoriastraße 48a
33602 Bielefeld
Tel.: 0521 / 60464
www.museum-waeschefabrik.de

Was macht Nicki hier?
Nicki und die NRW-Stiftung haben geholfen, die ehemalige Wäschefabrik zu kaufen und zu restaurieren.

Auf der Spur des falschen Goldes

LWL-Freilichtmuseum, Hagen

Loderndes Schmiedefeuer, schlagende Hämmer und quietschende Triebriemen – im Freilichtmuseum in Hagen findest du ein Tal voller Entdeckungen. Den ganzen Tag über herrscht hier rege Betriebsamkeit: Es werden Nägel geschmiedet, Bücher gedruckt, Seile geschlagen, Stoffe gefärbt, Löffel geschnitzt, Brot gebacken und noch vieles mehr.

Im Freilichtmuseum Hagen kannst du nicht nur alte Gegenstände aus der Geschichte der Regionen Westfalen und Lippe bestaunen, sondern auch noch richtig funktionierende Werkstätten auskundschaften. Finde heraus, wie die Menschen früher ohne Strom und Computer gelebt und gearbeitet haben!

Auf der Spur des falschen Goldes

„Los, beeil dich“, ruft Nicki Nina ungeduldig zu. „Ich will alles sehen.“ Die beiden stehen am Eingang des Freilichtmuseums Hagen. Auf dem großen Gelände wird gezeigt, wie die Menschen vor 150 Jahren gelebt und gearbeitet haben. „Aber Nicki, hier gibt es so viele Werkstätten und Häuser. Und überall wird so viel erklärt. Für alles haben wir zu wenig Zeit“, sagt Nina. „Dann muss ich mich umso mehr beeilen“, sagt das Eichhörnchen und rast los. Nina sieht nur noch eine Staubwolke. „Dabei wollte ich ihm noch sagen, dass die Ausstellung Wald und Mensch das Richtige für ihn wäre. Da erfährt er genau, wie die Menschen seit 300 Jahren den Wald und die Bäume nutzen. Na ja, schau ich sie mir eben alleine an.“

In einem der ersten Häuser macht der eilige Nicki direkt Halt, so schön glitzert es dort. „Ist das Gold?“, fragt er beeindruckt. „Ihr müsst ja reich sein.“ „Leider nicht“, sagt ein Mitarbeiter des Museums. „Das ist Messing, das ist viel weniger wertvoll. Aber du hast nicht ganz unrecht: Denn Messing wurde früher auch das Gold des kleinen Mannes, also der armen Leute, genannt. Eben weil es so schön geglänzt hat.“ „Und was hat man mit diesem Messing gemacht?“, fragt Nicki. „Ganz viel, zum Beispiel Figuren, Instrumente, Krüge oder Verzierungen für Möbel“, antwortet der Museumsmitarbeiter. „Das klingt schön“, sagt Nicki. „Ich glaube, ich mache mich mal auf die Suche nach etwas Messing.“ Das wirst du aber nicht einfach so finden, Nicki. Denn Messing muss künstlich hergestellt werden.

Nina spaziert gemütlich durch den hinteren Teil des großen Museumsgeländes. Da sieht sie einen braunen Blitz vorbeihuschen. „Nicki, jetzt warte doch mal“, ruft sie. „Keine Zeit, keine Zeit“, ruft Nicki zurück. „Ich muss noch so viel sehen. Aber geh mal da drüben hin. Da riecht es ganz interessant.“ Nina schaut in die Richtung, in die Nicki gezeigt hat. Von einem Gebäude mit dem Schild Kaffeerösterei steigt ihr schon ein besonderer Geruch in die Nase.

Auf dem Pfad der Ausstellung Wald und Mensch kommt Nina einige Zeit später zu der Papiermaschine – und staunt nicht schlecht. Vor ihr steht Nicki komplett in Papier eingerollt und guckt hilflos. „Was machst du denn hier“, fragt Nina und kichert. „Ich wollte wissen, wie Papier gemacht wird“, jammert Nicki. „Ich habe mir alles ganz schnell angesehen und irgendwie… irgendwie…“ „Irgendwie hast du dich in dem Papier verheddert“, bringt Nina den Satz zu Ende. „Dann kannst du mir ja ganz in Ruhe erklären, wie Papier gemacht wird.“ „Aber wir haben doch keine Zeit“, sagt Nicki verzweifelt. „Doch, jetzt schon“, antwortet Nina. „Erzähl, sonst lass ich dich im Papier versauern.“ Nicki gibt nach: „Also gut: Papier wird aus…“

Du willst wissen woraus Papier gemacht wird? Dann begib´ dich auf die Spuren des Entdecker-Teams und finde es selbst heraus – im Freilichtmuseum in Hagen!

Entdecker-Info

Bevor ihr zum LWL-Freilichtmuseum Hagen – Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann im Museum.

Wo?

LWL-Freilichtmuseum Hagen – Westfälisches

Landesmuseum für Handwerk und Technik

Mäckingerbach

58091 Hagen

Tel.: 02331 / 78070

www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

Was macht Nicki hier?

Nicki und die NRW-Stiftung haben geholfen die Ausstellung „Wald und Mensch“ einzurichten, deren Stationen auf dem Museumsgelände mit einer Themenroute verbunden sind, und sie förderten die Einrichtung des Deutschen Kaltwalzmuseums auf dem Gelände.

Glühendes Eisen und Dinosaurier

Luisenhütte und Museum für Vor- und Frühgeschichte, Balve

Menschenspuren und Riesenöfen – was das mit Balve zu tun hat? Ganz einfach: Hier findest du den ältesten erhaltenen Holzkohleofen Deutschlands. Er steht in der Luisenhütte in Balve und ist fast elf Meter hoch. Bis ins 19. Jahrhundert wurde darin Erz geschmolzen, um Rohre, Öfen oder Kaminplatten herzustellen. Heute ist die Luisenhütte ein Museum. Direkt daneben ist das Museum für Vor- und Frühgeschichte und hier findest du auch die „Menschenspuren“ und Dinosaurierreste.

Wusstest du übrigens, dass Balve mal ein tropisches Flachmeer war? Auf einer Zeitreise durch 400 Millionen Jahre kannst du im Museum noch viel mehr spannende Dinge erfahren.

Glühendes Eisen und Dinosaurier

„Hui, was für eine Hitze“, stöhnt Nicki und wischt sich ein paar Schweißtropfen von der Stirn. Er steht oben an der Öffnung des Hochofens der Luisenhütte in Balve. „Die Arbeiter haben hier früher sicher auch nicht im Pelzmantel vor dem Ofen gestanden“, neckt ihn Nina. „Die Arbeit war schweißtreibend genug. Schließlich wurde eine sehr hohe Temperatur gebraucht, um die einzelnen Rohstoffe im Ofen zu glühendem, flüssigen Roheisen zu schmelzen.“ Hunderte von Schubkarren mit Eisenerz, Holzkohle und Kalkstein mussten die Hüttenknechte zur oberen Öffnung des Hochofens schieben. „Probier doch mal aus, wie schwer so eine Karre war“, fordert Nina Nicki auf. Sie selbst hebt die Karre mit Holzkohle an. Plötzlich prustet sie vor Lachen. Nicki zerrt schnaufend an seiner Karre. Die bewegt sich keinen Zentimeter. „Was ist denn mit dir los? Vielleicht solltest du anstatt deiner Nüsse mal ein bisschen Spinat essen.“ „Sehr witzig“, mault Nicki. Er gibt den Versuch auf, die Schubkarre mit Eisenerz anzuheben.

„Ich guck mir den Ofen jetzt von unten an“, sagt Nicki und hüpft die Treppe hinunter in die große Halle. Als er sich dem Ofen nähert, wird es heiß. Glühendes Roheisen fließt durch eine Rinne im Boden aus der Ofenöffnung. „Zwei Mal am Tag wurde das Roheisen aus dem Hochofen abgestochen“, erklärt ein Museumsführer den beiden. „Abgestochen?! Wie brutal“, platzt es aus Nina heraus. Der Experte beruhigt sie und sagt: „,Abstechen‘, das sagt der Fachmann, wenn das flüssige Roheisen aus dem Hochofen abgelassen wird.“ „Nicki, pass auf, dass du dir dein Fell nicht verbrennst“, warnt Nina und lacht. „Und was wurde mit dem Roheisen dann gemacht?“, will sie wissen. „In der Eisengießerei der Luisenhütte wurden daraus zum Beispiel gusseiserne Gegenstände gemacht“, antwortet der Museumsführer.

Nicki entdeckt im Gießraum einen eigenartigen Apparat. „Oh, kann ich mir damit meinen buschigen Schwanz frisieren?“, fragt er verdutzt. „Nein,“ lacht der Museumsführer, „das ist ein altes Waffeleisen.“ Direkt neben der Luisenhütte liegt das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve. „Mammutzähne und Dinosaurier?“, jubelt Nicki. „Die will ich sehen!“ Nicki und Nina bestaunen die Knochen und Zähne von Urzeittieren. Sie wurden zum Teil in der Balver Höhle, nahe der Luisenhütte, ausgegraben. Nicki entdeckt ein großes Bild. „Dinosaurier – hier im Sauerland?!“, fragt er aufgeregt. Nina schmunzelt: „Mensch, Nicki, du wärst wohl auch gerne ein mächtiger Saurier gewesen, was?“

Entdecker-Info

Bevor ihr zur Luisenhütte Wocklum und zum Museum für Vor- und Frühgeschichte fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann im Museum.

Wo?

Luisenhütte Wocklum und

Museum für Vor- und Frühgeschichte

Wocklumer Allee

58802 Balve-Wocklum

Tel.: 02375 / 3134, 02375/926142

oder 02352 / 9667034

www.maerkischer-kreis.de

Was macht Nicki hier?

Nicki und die NRW-Stiftung haben geholfen das Hauptgebäude der Luisenhütte als Museum einzurichten. Außerdem haben sie auch geholfen das Museum für Vor- und Frühgeschichte im ehemaligen Wocklumer Stabhammer einzurichten.

„Hautnahe“ Erfahrungen

Leder- und Gerbermuseum, Mülheim

Indianer haben Zelte davon gefertigt, Cowboys haben Stiefel daraus gemacht, wir brauchen es heute noch für Schuhe, Jacken, Gürtel, Taschen oder Handschuhe. Du weißt, wovon die Rede ist? Richtig: Leder! Aus Leder werden jede Menge alltägliche Dinge hergestellt – aber wie wird aus der Haut von Kuh, Strauß oder Ziege ein Schuh?

Im Leder- und Gerbermuseum siehst du mit eigenen Augen, wie viel Arbeit zum Beispiel in einem Gürtel steckt. An der Hörstation kannst du dir von einem Lehrjungen aus dem 19. Jahrhundert erzählen lassen, wie es früher in den Lederfabriken zuging. Aber du kannst auch selbst fühlen und riechen, wie unterschiedlich das Leder von verschiedenen Tieren ist – Elefanten etwa heißen nicht umsonst Dickhäuter. Um die grauen Riesen musst du dir aber keine Sorgen machen, sie stehen heute unter Artenschutz.

„Hautnahe“ Erfahrungen

„Kaum zu glauben“, staunt Nicki, „das war früher mal die Haut einer Kuh?“ Gemeinsam mit Nina ist er im Leder- und Gerbermuseum in Mülheim an der Ruhr. Gerade hat er sich den Film „Von der Kuh zum Leder“ angeschaut. Nun hält er ein weiches, rotbraunes Lederstück in der Pfote. „Stimmt genau“, sagt die Museumsleiterin. „Um aus Rinderhaut Leder zu machen, ist es aber ein langer Weg. Ich zeige euch gern, wie das Gerben, also das Ledermachen, funktioniert.“ Nina und Nicki erfahren, dass die Kuhhäute zunächst von Haaren und dem restlichen Fleisch befreit werden müssen. „Das klingt schon etwas eklig“, bemerkt Nina und rümpft die Nase. „Stimmt, und dazu kommt noch, dass es ziemlich stinkt, wenn das Leder gegerbt wird“, ergänzt die Leder-Expertin. „Beim Gerben wird die rohe Haut mit Gerbstoffen zu Leder umgewandelt. Dadurch kann es nicht verfaulen und wird haltbar.“ „Das Leder hier riecht aber gut“, sagt Nina. Sie schnuppert an einer der großen Lederhäute an der Wand. Die Museumsleiterin nickt: „Das Leder wurde mit einem Gerbstoff aus Pflanzen gegerbt. Das gibt den typischen Ledergeruch.“

„Was sind denn das für komische Säbel da an der Wand?“, fragt Nicki vorlaut. „Das sind keine Säbel, sondern die wichtigsten Werkzeuge der Gerber“, erklärt ihm die Museumsleiterin. „Früher wurde die Arbeit noch mühsam mit der Hand erledigt.“ Nicki ist schon um die Ecke gehüpft. Er steht vor einer Glaskiste mit einem dicken Stück Leder. „Das ist aber kein Kuhleder, oder?“, stutzt er. „Nein, Leder kann man ja auch aus den Häuten anderer Tiere machen“, sagt Nina. Nina steht vor einer großen Holzkiste. Sie lugt durch kleine Löcher in den Wänden. „Schuhe aus Schlangenleder, eine Tasche aus Krokodilleder – was sind das alles für Sachen in der Kiste?“, will sie wissen. „Die Dinge wurden am Flughafen Schmugglern weggenommen“, erklärt ihr die Museumsleiterin. „Es ist verboten, aus wild lebenden, exotischen und bedrohten Tierarten Leder zu machen und damit zu handeln.“

Entdecker-Info

Bevor ihr zum Leder- und Gerbermuseum in Mühlheim an der Ruhr fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker-Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann im Museum.

Wo?

Leder- und Gerbermuseum

Düsseldorfer Straße 269

45481 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 / 3021070

www.leder-und-gerbermuseum.de

Was macht Nicki hier?

Nicki und die NRW-Stiftung haben geholfen das Museum einzurichten und zu erweitern.

Ein Forsthaus mitten im Wald

Waldinformationszentrum Forsthaus Hohenroth, Netphen

Fährten lesen, Fraßspuren deuten, Tiere und Pflanzen erkennen – das alles gehört zu einem richtigen Ausflug in die Natur. Im Forsthaus Hohenroth in Netphen können Entdecker wie du sich mit allen notwendigen Informationen für einen Ausflug in den Wald wappnen. Entdecke die Spuren von Fuchs, Hase oder Dachs und erfahre mehr über die Lieblingsspeisen der Waldbewohner.

Wusstest du übrigens schon, dass Nicki Nuss und seine Artgenossen am liebsten die Samen von Fichtenzapfen frühstücken? Noch mehr spannende Informationen gibt es direkt im Forsthaus.

Ein Forsthaus mitten im Wald

„Ui, ist das schön hier“, jubelt Nicki. „So viel Wald — da fühle ich mich richtig zu Hause!“ Nicki hat recht: Das Forsthaus Hohenroth steht in einem riesigen Waldgebiet. Kein Wunder, dass Nicki am liebsten losspringen, rumschnuppern und Nüsse suchen will. „Ich versteh dich ja“, sagt Nina. „aber heute wollen wir erst in das Waldinformationszentrum.“ Nicki legt den Kopf schief. Er weiß nicht, was er davon halten soll … „Guten Tag, ihr zwei“, sagt da plötzlich eine tiefe Stimme. Vor Nicki und Nina steht ein großer Mann. Er trägt grüne Kleidung, hat einen Hut auf dem Kopf und einen Schnurrbart im Gesicht. Das ist der Förster.

„Herzlich willkommen bei uns im Rothaargebirge“, sagt er. Nicki lacht und prustet: „Wer hat denn hier rote Haare – noch jemand außer Nina? Die Bäume etwa? Oder die Tiere im Wald?“ — „Nein, der Name hat nichts mit einer Haarfarbe zu tun“, erklärt der Förster. „Er kommt von den Worten roden, also Bäume fällen, und von Haardt. Das heißt Waldgebiet.“ Nicki und Nina lernen, dass im Rothaargebirge nicht nur Millionen Bäume wachsen. Auch ganz viele Tier- und Pflanzenarten sind hier zu Hause. Hinter dem Forsthaus zeigt der Förster Nicki und Nina ein großes Gehege. „Hier seht ihr unser Rotwild. Auch im Wald leben ganz viele Hirsche, Hirschkühe und Kälber.“ Auf einer Tafel stehen Texte und Bilder zu den Geweihen der Rothirsche. „Was ist denn ein 18-Ender?“, fragt Nina. „Ein Hirsch, dessen Geweih 18 Enden hat“, erklärt der Förster.

Nicki und Nina erfahren, dass es viele verschiedene Geweih-Formen mit unterschiedlich vielen Enden gibt. „Stell dir mal vor, ich müsste auch so ein Geweih auf meinem Kopf tragen“, lacht Nicki. „Oh, habt ihr das gehört?“, fragt Nina. Nicki spitzt die Ohren. Ja, tatsächlich! Aus dem Wald ertönt ein ganz besonderer Ruf. „Das ist ein seltener kleiner Eulenvogel. Der fühlt sich hier in den Wäldern sehr wohl“, erklärt der Förster. „Er ist auch der Wappenvogel unseres Vereins Waldland Hohenroth.“ In der Ausstellung entdecken Nicki und Nina Spannendes über den Wald und seine Bewohner. Nicki und Nina hüpfen gerade über den Rücken eines großen Wildschweins, das aus Holz geschnitzt ist, da lugt Klaus um die Ecke. „Schaut mal“, ruft Nina. Sie hat die sauber abgesägte Scheibe eines Baumstamms entdeckt. „Daran könnt ihr gut die Jahresringe erkennen“, sagt der Förster. „Wir haben den Baum in diesem Jahr gefällt.“

Entdecker-Info

Bevor ihr zum Forsthaus Hohenroth fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker-Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann im Forsthaus.

Wo?
Waldinformationszentrum
Forsthaus Hohenroth
57250 Netphen
Tel.: 02737 / 217860
www.waldland-hohenroth.de

Was macht Nicki hier?
Nicki und die NRW-Stiftung haben den Förderverein Forsthaus Hohenroth dabei unterstützt, das ehemalige Stallgebäude zu restaurieren und einzurichten. Das Gebäude wird heute für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Hinein in den Hochofen

Ausflug zur Wendener Hütte, Wenden

Im Museum Wendener Hütte kannst du dir anschauen, wie die Eisenverhüttung – so wird die Herstellung von Eisen aus Eisenerz genannt – im 18. Jahrhundert funktioniert hat. Insgesamt sieben Stationen vom Kohleschuppen über die Gießhalle und den Hochofen bis hin zum Pferdestall kannst du besuchen. Die Wendener Hütte war von 1728 bis 1866 – also knapp 150 Jahre – in Betrieb. Hier wurden zum Beispiel Flintenläufe, Messer, Sensen und Metallfedern hergestellt.

Das Herzstück der Hütte ist der Hochofen. Um die Mischung aus Erzen, Holzkohle und anderen Zusatzstoffen zum Schmelzen zu bringen, musste eine Temperatur von 1600 Grad Celsius erreicht werden. Um ein Kilogramm Eisen zu gewinnen, wurden 30 Kilogramm Holzkohle benötigt.

Hinein in den Hochofen

„Was ist das?“, interessiert beugt sich Nicki Nuss über eine Rinne im Sandboden, durch die sich eine zähflüssige Masse schiebt. Heute ist das Entdecker-Team zu Besuch in der Wendener Hütte. „Das nennt man ‚Abstechen‘“, erklärt Nina. „Abstechen?! Wer wird abgestochen?“ quiekt Nicki entsetzt und versucht sich hinter Klaus zu verstecken. „Was ihr hier seht, ist flüssiges Eisen. Die langen Schöpfkellen rühren in der glühenden Masse. „Das nennt man ‚Abstechen‘. Das Eisen wird in Formen gegossen, erkaltet und kann dann vom Schmied weiterbearbeitet werden“, erklärt der Museumsführer. Schwitzend fächelt Nicki sich Luft zu.

Heiß ist es hier am Hochofen. Erst eine Temperatur von 1600 Grad Celsius bringt die Mischung aus Erzen, Holzkohle und anderen Zusatzstoffen zum Schmelzen. Dann löst sich das Eisen aus dem Gestein heraus und tropft langsam aus dem Hochofen in den sogenannten Herd. „Wenn der Hochofen über viele Jahre ununterbrochen diesen Temperaturen ausgesetzt ist, ist es kein Wunder, dass er so dicke Wände haben muss“, denkt sich Nicki, der mit Klaus von oben einen Blick in den Kamin des Hochofens geworfen hat. Drei gemauerte Wände, die Zwischenräume mit Lehm und Sand gefüllt — wenn das kein massives Bauwerk ist.

Entdecker-Info

Bevor ihr zur Wendener Hütte fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker-Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann in dem Museum.

Wo?
Wendener Hütte
Hochofenstraße 6
57482 Wenden
Tel.: 02761 / 81401
oder 02761 / 81752
www.wendener-huette.de

Was macht Nicki hier?
Nicki und die NRW-Stiftung unterstützen den Museumsverein Wendener Hütte e. V. bei seinem Vorhaben, die Wendener Hütte als Ganzes zu erhalten. Sie haben dem Verein außerdem geholfen, das Holzkohlelager zu erwerben.

Staunen am Stausee

Landschaftsinformationszentrum Möhnesee

Hinter jeder Klappe, in jedem Kästchen, auf jeder Etage im Landschaftsinformationszentrum Möhnesee gibt es etwas zu befühlen, zu hören, zu sehen. Neben einem Aquarium, einer Mikroskopierstation, einem Bachmodell und einer Tierstimmenstation warten insgesamt vier Erlebnisräume auf dich. Hier erfährst du, wie eine Staumauer funktioniert, welche Tiere am Möhnesee leben und was du tun kannst um die Natur zu schützen.

Die Speermauer des Möhnesees ist nur 15 Gehminuten vom Landschaftsinformationszentrum – kurz LIZ genannt – entfernt. Im LIZ kannst du dir für eine Exkursion Ferngläser, ein GPS-Gerät zur Orientierung im Gelände oder auch einen Waldkoffer ausleihen.

Staunen am Stausee

„Ist die riesig!“ Schon seit zwanzig Minuten steht Nicki an der gewaltigen Sperrmauer an der Möhnetalsperre und staunt. „Und sie ist schon mehr als 100 Jahre alt“, sagt Nina. „Komm, wir gehen rüber in das Landschaftsinformationszentrum (LIZ) in der alten Mühle. Da erfahren wir alles über die Talsperre.“ „Wie hoch ist die Sperrmauer? Wie lang? Und wie dick? Nun sag schon.“ Kaum im LIZ angekommen, bestürmt Nicki Nina ungeduldig mit Fragen. „Find’s doch selbst raus“, antwortet sie und läuft die Treppe hoch. Im Wasserraum im ersten Stock erfährt Nina, wie aus dem Wasser der Möhnetalsperre Trinkwasser gemacht wird. „Aber wieso muss denn dafür so viel Wasser wie in der Talsperre gesammelt werden?“, wundert sie sich. Weil wir unglaublich viel Wasser verbrauchen, Nina. Vor 200 Jahren haben die Menschen in Deutschland nur 20 Liter Wasser pro Tag verbraucht. Heute verbraucht jeder 125 Liter pro Tag. „Aber es gibt doch so viele Möglichkeiten Wasser zu sparen. Hält sich denn keiner daran?“, fragt sich Nina.

Als Nina in den dritten Stock unterwegs ist, kommt ihr plötzlich Nicki entgegen. Er zittert vor Angst und klammert sich an Ninas Bein fest. „Rette mich, da oben habe ich die Spur eines Fuchses gesehen. Der will mir bestimmt was tun.“ Nina beruhigt ihn: „Keine Angst, das sind keine echten Spuren, nur Tafeln mit Beispielen. Da kannst du sehen, welche Spuren die Tiere machen, die rund um den Möhnesee leben.“ „Die sind aber schön“, sagt Nina, als sie die ausgestopften Waldtiere in der Mitte des Raumes sieht. „Wenn ihr hier drüben auf die Knöpfe drückt, könnt ihr auch hören, welche Geräusche diese Tiere machen“, erklärt eine Mitarbeiterin des Informationszentrums. „Das brauche ich gar nicht“, winkt Nicki ab, „die kenne ich alle aus dem Wald.“ „Ach ja?“, sagt Nina mit einem Grinsen. „Dann mach doch mal den Waldkauz nach.“ Da wird Nicki ganz verlegen: „Äh, also der macht… also… warte, gleich fällt es mir ein… äh…“

Entdecker-Info

Bevor ihr zum Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee fahrt, schnell noch das PDF mit spannenden Infos und tollen Entdecker Aufgaben ausdrucken! Eure Entdeckerurkunde bekommt ihr dann in dem Infozentrum.

Wo?

Landschaftsinformationszentrum

Wasser und Wald Möhnesee

Brüningserstraße 2

59519 Möhnesee

Tel.: 02924 / 84110

www.liz.de

Was macht Nicki hier?

Nicki und die NRW-Stiftung haben den Förderverein des LIZ Möhnesee-Günne dabei geholfen, die ehemaligen Günner Maschinenmühle einzurichten und die Ausstellung aufzubauen.