Bastle einen Zug!

Mit dieser Anleitung kannst Du Dir ganz einfach deinen eigenen Zug basteln.

Du brauchst dafür:

  • 6 Klopapierrollen
  • Wasserfarben und Pinsel
  • 20 Deckel von Wasserflaschen
  • Faden
  • Heißklebepistole
  • Schere
  • Locher
  • Watte

1. Schritt

Nimm Dir fünf Klopapierrollen und bemale sie mit den Wasserfarben deiner Wahl.

2. Schritt

Nachdem die Farben getrocknet sind, nimmst Du Dir den Locher und stichst vier Löcher auf die obere Seite eine Rolle. Zwei vorne und zwei hinten. Überlege Dir, in welcher Reihenfolge die Rollen angeordnet werden sollen, denn bei der ganz vorderen und ganz hinteren Rolle reichen jeweils zwei Löcher auf einer Seite.

Achte darauf, dass unter den Löchern noch genug Platz für die Deckel ist!

3. Schritt

Nun kannst Du die Deckel aufkleben. Nimm Dir dafür die Heißklebepistole und klebe jeweils vier Deckel auf eine Rolle. Wenn Du bei der Klebepistole Hilfe brauchst, frage Deine Eltern!

4. Schritt

Nun nimmst Du Dir den Faden und fädelst ihn durch ein vorderes Loch einer Rolle und ein hinteres Loch einer anderen Rolle. Mache einen Knoten und schneide den übrigen Faden mit der Schere ab. Dadurch verbindest Du die Rollen miteinander.

5. Schritt

Für den Schlot nimmst Du Dir die übrig gebliebene Rolle und schneidest ein Rechteck heraus. Das rollst Du zu einer kleineren Rolle zusammen und klebst es fest. Wenn der Kleber getrocknet ist, malst Du die Rolle an und klebst den fertigen Schlot mit der Heißklebepistole auf die vorderste Rolle.

6. Schritt

Als Letztes nimmst Du Dir ein Stück Watte und steckst es in den Schlot.

Fertig ist Dein eigener Zug!

Alt, älter, am ältesten? Alte Bahnhöfe – hier geht´s ab

Es gibt viele alte Bahnhöfe. Manche sind richtig spannend.

Alt, älter am ältesten?

Pendler, Pendler in NRW, welcher Bahnhof ist der schönste im ganzen Land? Ganz oben auf der Liste verschiedener Bewertungen waren die Bahnhöfe aus Nordrhein-Westfalen nur ganz selten. Und ganz ehrlich: Eindeutig beantworten kann man die Frage nach dem schönsten Bahnhof wohl auch nicht, schließlich sind Geschmäcker sehr unterschiedlich. Anders ist es, wenn es um das Alter eines Gebäudes geht. Gleich zwei Bahnhöfe aus NRW zählen zu den ältesten in ganz Deutschland. Einer davon ist das original erhaltene Gebäude des Bahnhofs Belvedere in Köln-Müngersdorf. Es ist mehr als 180 Jahre alt. Allerdings stand auch dieses Schätzchen einige Zeit leer. Nun wird es mit der Hilfe der NRW-Stiftung umgebaut, damit Menschen sich dort treffen und feiern können. Fast genauso uralt ist auch der Bahnhof Düsseldorf-Gerresheim. Auch in diesem Gebäude rennt man nicht mehr zum Zug – es wird für allerlei Feierlichkeiten genutzt.

Alter Bahnhof Darfeld

Warst Du schon mal am Alten Bahnhof Darfeld? Auch von diesem Bahnhof aus kann man nicht mehr auf Reise gehen, er ist stillgelegt. Aber es lohnt sich, hier zu bleiben! Weil die Gebäude so schön sind, haben engagierte Leute den Bahnhof aufgepimpt. Direkt am Bahnhof ist jetzt ein toller Park – der Generationenpark Darfeld. Hier wird sowohl für junge als auch für alte Menschen viel geboten. Für euch gibt es zum Beispiel einen Spielplatz, Trimm-Dich-Geräte und ein Wassertretbecken. Auch spannend: das Backhaus, in dem Brot gebacken wird, und das „Haus der Wissenschaft“ mit spannenden Ausstellungen. Direkt am Bahnhof vorbei führt die „RadBahn“, eine Radstrecke, über die man auch mit dem Fahrrad anreisen kann.

Bahnhöfe und Bahnhofsarten

In Bahnhöfen ist immer etwas los! Kommt, fahrt mit und lernt etwas über alte und neue Bahnhöfe.

Alle einsteigen, bitte!

In Bahnhöfen ist immer etwas los. Fahrgäste sprinten hin und her, sie kommen gerade an oder laufen zum Gleis, um ihren Zug zu erwischen. In Nordrhein-Westfalen gibt es fast 700 Bahnhöfe, manche haben nur einen Bahnsteig, andere sind riesengroß. Am Kölner Hauptbahnhof steigen täglich rund 280.000 Reisende in Züge ein und aus. Und dann gibt es leider auch Bahnhöfe, wo nichts los ist. Bahnhöfe, die leer stehen und verfallen. Es sei denn, kreative Menschen tun sich zusammen und überlegen, wie man die alten Bahnhöfe wieder sinnvoll nutzen kann.

Bahnhofsarten: Durchzug oder Kopf zu?

Die meisten Züge fahren in einen Bahnhof hinein, halten am Bahnsteig und fahren dann weiter. Sie fahren durch den Bahnhof hindurch, deshalb nennt man solche Bahnhöfe auch Durchgangsbahnhöfe. An manchen Orten fehlt aber der Platz dafür, dass Gleise quer durch die Stadt führen. Deshalb gibt es auch Bahnhöfe, die nur an einer Seite Gleise haben. Züge fahren in solchen Bahnhöfen ein und auf dem gleichen Weg wieder hinaus, sozusagen rückwärts. Diese Bahnhöfe nennt man Kopfbahnhöfe. Heute gibt es deutlich weniger Kopfbahnhöfe in Deutschland als früher. In NRW sind das eher kleinere Bahnhöfe, zum Beispiel in Bocholt, Gütersloh Nord oder Aachen Nord. Denn richtig praktisch sind Kopfbahnhöfe nicht. Bevor die Fahrt weitergehen kann, muss die Lokführerin oder der Lokführer von der einen Lokomotive vorne ans andere Ende des Zuges zur zweiten Lokomotive laufen. Und wenn es keine zwei Lokomotiven gibt, muss erst eine weitere Lokomotive an die neue Spitze des Zuges angekuppelt werden. Ganz schön aufwendig!

Ganz schön viel zu tun

Hast Du Dir schon mal überlebt, wer alles in Bahnhöfen arbeitet? Das sind ganz schön viele Menschen mit ganz schön vielen Berufen.

Ganz schön viel zu tun

Du weißt sicher, dass eine Zugführerin den Zug fährt. Und eine Zugbegleiterin, die man auch Schaffnerin nennt, prüft, ob alle Reisende auch ein Zugticket haben. Am Bahnhof arbeiten aber noch viel mehr Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufen. Im Reisezentrum verkaufen Mitarbeiterinnen Zugtickets oder helfen Reisenden dabei, eine gute Bahnverbindung zu finden. Fahrdienstleiterinnen machen die Fahrpläne und wissen ganz genau, wann welcher Zug wo lang fährt, damit es zu keinem Stau oder Unfall kommt. Rangiererinnen sorgen dafür, dass die richtigen Wagons an die Lokomotiven angekuppelt werden. Architektinnen und Bauingenieurinnen planen Bahnhöfe, Brücken und Schienen. Gebäudereinigerinnen halten die Bahnhöfe sauber. Und Elektrikerinnen warten Loks, Wagons und alle Anlagen im Bahnhof, damit sie immer einsatzbereit sind. Übrigens: In allen hier genannten Berufen sind natürlich auch Männer tätig.

Schützenswerte Natur

Flüsse bekommen wieder mehr Platz. Die Renaturierung ist für Tiere und Menschen sehr wichtig.

Mehr Platz für Flüsse

In den vergangenen Jahren haben Menschen den Flüssen viel Platz weggenommen. Flüsse sind heute häufig von Betonmauern umgeben, fließen an Städten vorbei oder sogar durch sie hindurch. Früher waren sie umgeben von Wiesen und Auen, auf denen Wasser versickern konnte, wenn es mal zu viel geregnet hatte. Und genau das ist das Ziel von vielen Städten und Gemeinden, die ihre Flüsse renaturieren. Dieses komplizierte Wort bedeutet so viel wie „zurück zur Natur“. Flüsse werden also aus ihren Betonbetten befreit, es werden Auen angelegt und auf Wiesen direkt am Fluss werden weniger Straßen und Häuser gebaut. So bekommen die Flüsse ihren natürlichen Lauf wieder und es entstehen Flusslandschaften mit unzähligen Pflanzen und Tieren.

Flussauen

In Flussauen fühlen sich jede Menge Tiere pudelwohl.

Flussauen: ein dynamischer Lebensraum

Nicht nur in den Flüssen tummeln sich viele Lebewesen. Auch die Auen, so nennt man die natürlichen Uferlandschaften entlang von Flüssen und Bächen, sind ein Lebensraum für unglaublich viele Tiere und Pflanzen. Auen können eine bunte Wiese sein, ein dichter Wald oder ein feiner Sandstrand. Das Wasser ist dort nicht sehr tief und fließt ganz langsam. Das mögen viele Pflanzen. In Auen findet man verschiedene Arten von Gräsern, Weiden, Schilf, aber auch viele Bäume und Sträucher. Häufig entstehen dichte Wälder und sumpfige Moore an Flüssen und Bächen. Und überall schwimmen, krabbeln und fliegen Tiere herum, die sich pudelwohl fühlen. Eisvögel zum Beispiel, aber auch Uferschwalben, Flussregenpfeifer und allerlei Insekten. Außerdem sind in den natürlichen Auen auch Säugetiere wie Biber und Fischotter zu Hause. Wir Eichhörnchen bleiben aber lieber auf unseren Bäumen.

Baby-Alarm in den Auen

Wusstet Ihr, dass auch Fische gerne wandern? Nicht so wie Ihr, mit einem Rucksack über Stock und Stein. Vielmehr schwimmen sie flussauf- und -abwärts oder sogar von einem Fluss zum nächsten. Dabei sind sie auf der Suche nach einem passenden Platz, um ihre Eier abzulegen. Flussauen eignen sich dafür besonders gut. Denn hier fließt das Wasser nicht so schnell, es wachsen Pflanzen, hier sammeln sich Sand und Schlamm – der ideale Ort für Fischeier und später für die kleinen Fischlarven, die ins Leben starten. Auch viele Vögel nutzen Auen, um sich zu vermehren. Das dichte Gestrüpp bietet ihren Nestern einen guten Schutz. Der Eisvogel, den Ihr an seinen blau leuchtenden Federn erkennen könnt, gräbt dagegen kleine Höhlen in den Schlamm an steilen Uferböschungen. So muss er nicht weit fliegen, um seinen Nachwuchs mit kleinen Fischen, Wasserinsekten, Krebsen oder Kaulquappen zu versorgen.

Alleskönner Fluss

In Flüssen wohnen nicht nur viele Tiere. Wir nutzen die fließenden Gewässer auch als Transportweg, erzeugen mit ihnen Strom und haben am Fluss jede Menge Spaß in unserer Freizeit.

Nah am Wasser gebaut

Ein Fluss ist viel mehr als ein vor sich hin plätscherndes Gewässer. Man könnte sogar sagen, dass ein Fluss ein fließender Alleskönner ist. Und die Flächen an den Ufern – man nennt sie Auen – sind eine Art WG für viele wirklich coole Mitbewohner, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Durch Nordrhein-Westfalen fließen jede Menge Flüsse. Grund genug, um zusammen mit Euch mehr darüber zu erfahren! Und wer weiß, vielleicht entstehen dabei neue Freundschaften – zum Beispiel mit einem Flussregenpfeifer?

Ein Fluss als Supertalent

Seit eh und je sind Flüsse wichtig für die Menschen. Denn ähnlich wie die Straßen sind auch Flüsse bedeutende Transportwege – für Schiffe. Bei uns in NRW ist es der Rhein, der zu den meistbefahrenen Wasserstraßen Europas zählt. Ziemlich beeindruckend, oder? Außerdem wird mithilfe von Flüssen auch Strom erzeugt und Trinkwasser gewonnen. Nun ja, man sollte lieber nicht direkt aus einem Fluss trinken. Denn zu genießen ist das plätschernde Wasser erst nach einer gründlichen Reinigung. Das Verfahren ist sehr schlau und ziemlich kompliziert. Das Ergebnis lässt sich dann prima trinken: Aus unserem Wasserhahn sprudelt gutes Trinkwasser. Und noch etwas: Flüsse bieten viele fabelhafte Freizeitmöglichkeiten. Man kann paddeln, Kanu fahren, entlang des Flusses radeln oder spazieren. Und in manchen Flüssen kann man durchaus auch schwimmen. Abenteuer pur!

Bastle eine Unterwasser-Lupe!

Mit diesen kunterbunten Schmetterlingen für Stifte oder Strohhalme zauberst du Sommerlaune herbei und machst deine Limonadengläser zu echten Hinguckern! Die Falter zieren umweltfreundliche Strohhalme und haben zudem auch einen praktischen Nutzen: So vertauscht man etwa beim Sonntagsfrühstück mit der Familie die Gläser nicht.

Du brauchst dafür:

  • eine leere und saubere Konservendose (ca. 10 cm Durchmesser)
  • ein dickes Gummiband
  • Klarsichtfolie
  • Dosenöffner
  • Schere
  • Hammer

1. Schritt

Entferne den Boden der Konservendose mit dem Dosenöffner, sodass aus der Dose ein Rohr entsteht, durch das du hindurchgucken kannst. Dabei sollte Dir am besten ein Erwachsenen helfen, die Dosenränder können schon mal scharfe Stellen haben.

2. Schritt

Damit du dich nicht schneidest, klopfe nun vorsichtig mit dem Hammer rundherum auf den Dosenrand. So werden die scharfen Stellen ungefährlich. Auch hier kannst du einen Erwachsenen um Hilfe bitten.

3. Schritt

Schneide ein Stück Plastikfolie ab und spanne es über eine der Dosenöffnungen. Die Folie sollte dabei so groß sein, dass sie überall ein Stück übersteht.

4. Schritt

Befestige die Folie mit dem Gummiband. Achte darauf, dass sie so stramm wie möglich gespannt ist.

5. Schritt

Wenn hinter dem Gummiband noch zu viel Klarsichtfolie übersteht, kannst du sie mit einer Schere abschneiden.

6. Schritt

Fertig ist die Unterwasserlupe! Suche dir nun ein flaches Gewässer, in dem du Fische und Pflanzen beobachten kannst!

So lebten die Römer

Was haben die Römer hier gebaut? Und wie lebten sie eigentlich?

Straßen und Aquädukte: Was haben die Römer hier alles gebaut?

Sicher habt ihr von der Redewendung „Alle Wege führen nach Rom“ gehört. Was dieser Spruch genau bedeutet, ist nicht eindeutig geklärt. Fest steht jedoch, dass die Straßen der Römer gut ausgebaut waren. Zahlreiche Straßen in NRW verlaufen heute noch teilweise über einstige Römerstraßen. Auch sonst haben die Römer hier viel gebuddelt und getüftelt: Denn sie führten ein vergleichsweise modernes Leben. Sie versorgten zum Beispiel das antike Köln mit fließend Wasser. Dafür bauten sie eine 100 Kilometer lange Wasserleitung von der Nordeifel bis nach Köln. Solche Wasserleitungen nannten sie Aquädukte – auch das ist Latein und bedeutet „Wasser führen“.

Komfort muss sein: Wie lebten die Römer?

Dank vieler Funde aus der Römerzeit wissen wir heute, dass den Römern ein bequemer und angenehmer Alltag mit einem gewissen Luxus gefiel. Sie führten viele Dinge ein, die für uns heute selbstverständlich sind. Sie überlegten sich zum Beispiel ein schlaues System für fließendes (und warmes!) Wasser bis ins Haus. Auch die Toilettenspülung sowie die Fußbodenheizung sind Annehmlichkeiten, die wohl auch schon die reichen Römer genossen haben. Zudem ließen die Römer große Badeanlagen erbauen, sogenannte Thermen. Dort stand die ausgiebige Körperpflege mit wertvollen Ölen und Salben im Mittelpunkt. Aber nicht nur: Angeblich wurde in den heißen Bädern und bei entspannenden Massagen über Politik geredet und Geschäfte gemacht.

Baue Deine eigene Lusorie!

So nannten die Römer ihre schnellen Boote, mit denen sie auf dem Rhein patrouillierten.

Du brauchst dafür:

  • ein Stück Kiefernrinde (verwendet bitte nur Totholz!)
  • zwei möglichst gerade Zweige
  • ein Stück Stoff ca. 20×20 cm
  • Paketschnur, Taschenmesser, Cutter-Messer, Schere, Handbohrer, Holzleim

1. Schritt

Zuerst müsst Ihr Euren Schiffsrumpf aus Kiefernrinde in eine möglichst gleichmäßige Form bringen. Verwendet dazu das Cutter-Messer. ABER VORSICHT: Das Messer ist sehr scharf!

2. Schritt

Als nächstes müsst Ihr in der Mitte des Rindenrumpfes ein Loch für den Mast bohren. Nehmt dafür den Handbohrer und den Cutter. Achtet darauf, dass einer Eurer Äste möglichst genau in das Loch hineinpasst und das Loch nicht ausbricht.

3. Schritt

Jetzt passt Ihr einen der beiden Äste senkrecht in das Loch ein und verklebt ihn mit Holzleim. Klasse, der Mast steht! Bohrt nun an allen Seiten des Rumpfes noch ein kleines Loch. Von diesen aus verspannt Ihr den Mast zur Stabilisierung mit Paketschnur.

4. Schritt

Das Segel: Klebt die Ränder Eures Stoffes mit Leim um, damit er nicht ausfranzt. Stecht dann mit der Ahle des Taschenmessers einige Löcher in einen Rand Eures Segels. Legt den zweiten Ast über die Löcher und fädelt Paketschnur durch die Löcher und um den Ast.

5. Schritt

Bindet zuletzt Euer Segel mit einem weiteren Stück Paketschnur am Mast Eures Schiffes fest. Befestigt es auch an den unteren äußeren Rändern mit Schnur am Schiffsrumpf. Eure Lusorie ist fertig für die erste Patrouillenfahrt!