Starke Helfer

Weißt du, warum Saugnäpfe im Bad oder an Fensterscheiben so gut halten?

Weißt du, warum Saugnäpfe im Bad oder an Fensterscheiben so gut halten? Durch das Andrücken an eine glatte Fläche wird die Luft unter dem Saugnapf herausgedrückt, es entsteht ein Unterdruck: Das bedeutet, dass der Luftdruck unter dem Napf besonders gering ist, der Luftdruck außen herum jedoch so stark, dass er den Saugnapf an die Wand drückt und dieser dort haften bleibt.

Dieses geniale Prinzip hat die Natur erfunden. Es gibt einige Tiere, die sich mithilfe von Saugnäpfen festhalten oder fortbewegen, zum Beispiel Käfer und Kraken. Kraken etwa haben ganz viele Saugnäpfe unter ihren Fangarmen, mit denen sie ihre Beute festhalten. In der Industrie werden künstliche Saugnäpfe verwendet, um große Lasten hochzuheben. Ein solcher riesiger Industriesaugnapf kann dabei mehrere Hundert Kilo halten.

Lecker, schmecker Honig

Wo kommt der Honig her?

Wo kommt der Honig her?

Nur Bienen stellen den leckeren Honig her, den wir gern auf unser Butterbrot schmieren. Im Sommer schwirren die fleißigen Bienchen von Blume zu Blume und sammeln köstlichen Nektar ein. Der wird nicht direkt verputzt, sondern in den Bienenstock gebracht. Dort verarbeiten ihn andere Bienen weiter. Den Honig lagern sie dann in Waben. Das sind kleine Sechsecke, die aus Wachs geformt werden. Sie sind die perfekte Kammer für den klebrig-goldenen Vorrat, den die Bienen im Winter brauchen.

Wusstest du schon, …

… dass Wespen und Hummeln ihre Behausung nur ein Jahr lang nutzen? Während ein Bienenvolk mehrere Jahre in seinem Stock wohnen bleibt, lassen Wespen und Hummeln ihr Nest zurück. Ein Wespennest wäre für einen längeren Zeitraum auch nicht nutzbar. Es besteht aus einer Art Papiermasse, die sich in der kalten und feuchten Jahreszeit mit Wasser vollsaugt. Somit ist es für Bakterien und Schimmel besonders anfällig und zersetzt sich mit der Zeit.

Räuber und Sammler

Erfahrt hier, was Bienen, Hummeln und Wespen am liebsten essen

Was essen die kleinen Tierchen?

Pollen und Nektar von Blüten sind die Leibgerichte von Hummeln und Bienen. Auch Wespen essen gern Süßes. Die kleinen Räuber holen sich ihre Naschereien aber nicht immer von der nächstgelegenen Blume, sondern oft auch vom Gartentisch. Süße Früchte und Säfte sind ein gefundenes Fressen für Wespen. Auch Insekten stehen hin und wieder auf ihrem Speiseplan.

Bienen, Hummeln und Wespen

Bald sieht und hört man sie wieder, die summenden Tierchen, die von Blüte zu Blüte fliegen. Sind es Bienen, Hummeln oder Wespen? Hier erfahrt ihr, wie ihr die schwarz-gelben Insekten voneinander unterscheiden könnt.

Schwarz-gelb und flauschig?

Nicht ganz! Denn wenn man genauer hinsieht, erkennt man schnell, dass die Biene nicht gelb, sondern eher bernsteinfarben bis bräunlich ist. Schwarz-gelb ist nur die Biene Maja! Eine Biene erkennt ihr auch an ihrem rundlichen Körper mit den kurzen Härchen.
Die Hummel hat viel dichtere, längere Haare. Deswegen sieht sie auch so flauschig aus. Farblich unterscheidet sie sich von der Biene durch einen zusätzlichen weißen Streifen an ihrem Hinterteil.
Wespen sind dagegen schlank und glatt und tatsächlich schwarz-gelb. Ihr grelles, gestreiftes Muster ist ein Warnsignal, das mögliche Feinde abschreckt. Aber nicht nur bei anderen Insekten läuten da die Alarmglocken.

Aua! Ein Stich!

Egal ob von Biene, Hummel oder Wespe, schmerzhaft ist ein Stich allemal. Für die Biene endet das Zustechen tödlich. Die Wespe hingegen kann so oft zustechen, wie sie will.
Auch Hummelweibchen können stechen und sogar beißen. Wenn sie sich bedroht fühlen, legen sie sich aber zunächst drohend brummend auf ihren Rücken. Nur wenn das nicht hilft und der Angreifer nicht die Flucht ergreift, stechen sie zu. Das passiert aber sehr selten – so kuschelig Hummeln aussehen, so friedlich sind sie auch. Um einen Stich also gar nicht erst zu riskieren, solltet ihr euch ganz ruhig verhalten und schnelle hektische Bewegungen vermeiden.

Hochmoor & Niedermoor

Wie entsteht ein Moor?

Der Boden eines Moores wabert wie Wackelpudding, wenn man über ihn läuft. Das ist so, weil die braune Masse nicht aus Erde, sondern aus abgestorbenen Pflanzenteilen und Schlamm besteht. Da der Boden viel Wasser und nur wenig Sauerstoff enthält, können die abgestorbenen Pflanzen nicht wie auf dem Komposthaufen zersetzt werden. So wird die Schicht aus toten Pflanzen immer dicker, man nennt sie auch „Torf“.

Hochmoor

Es gibt unterschiedliche Arten von Mooren: Hochmoor und Niedermoor. Beim Hochmoor ist die Torfschicht schon besonders dick und nicht mehr matschig, sondern fest. Pro Jahr wächst sie rund einen Millimeter.

Niedermoor

Niedermoor heißt das Moor, bevor es zum Hochmoor heranwächst. Durch das Grundwasser wird es ständig feucht gehalten. Da das Moor so matschig ist, kann man leicht darin stecken bleiben, wenn man die Wege verlässt. Einige Menschen sind früher sogar im Moor gestorben oder wurden dort beerdigt. Noch heute kannst du deshalb Moorleichen in einigen Museen betrachten, etwa im Großen Torfmoor in Minden-Lübbecke.

Moorbewohner

Die Lebensbedingungen in einem Moor sind nicht besonders günstig, da der Boden kaum Nährstoffe enthält. Dennoch sind hier seltene Pflanzen- und Tierarten zu Hause, die sich ihrem Lebensraum perfekt angepasst haben.

Ein Zuhause für einzigartige Tierarten

Der Moorfrosch findet im feuchten Randbereich der Moore ausreichend Nahrung, etwa kleine Insekten. Für den Hochmoor-Perlmuttfalter sind kühle Hochmoore überlebenswichtig. Denn nur hier wächst die Moosbeere, ein Zwergstrauch, an denen der Falter seine Eier ablegt.

Moorlandschaft für seltene Pflanzen

Moorlandschaften bieten aber auch Pflanzenarten wie zum Beispiel Rohrkolben, Wollgras und „Fleischfressenden Pflanzen“ wie dem „Sonentau“ ein Zuhause. Der Sonnentau ist in der Lage Insekten zu verdauen. Fliegen, Ameisen und andere Tierchen lassen sich von der wie Tautröpfchen schimmernden Flüssigkeit an der Pflanze anlocken. Die Flüssigkeit funktioniert ähnlich wie Klebstoff und hält die Tiere auf den Blättern fest.

Eichhörnchen: wahre Nesthocker

Hallo Kinder! Wusstet ihr, dass Eichhörnchen wie ich wahre Nesthocker sind? Oder dass Schleiereulen schon nach einem Monat anfangen, fliegen zu lernen? Lest hier, wie Tierkinder heranwachsen und ins Leben starten.

Im Kinderkobel

Eichhörnchen wohnen in Kobeln. Das sind Nester, die aus Ästen, Blättern und Nadeln in Baumkronen gebaut werden. Wenn ein Eichhörnchen auf die Welt kommt, ist es nackt, blind und taub. Deshalb sind wir erst einmal Nesthocker. Aber die Kleinen entwickeln sich schnell. Nach acht bis zehn Wochen können sie den Kobel verlassen und nach leckeren Nüssen, Beeren oder Knospen suchen.

Wildkatzen: scheue Höhlenbewohner

Du hast noch nie eine Wildkatze gesehen? Kein Wunder, denn Wildkatzen sind selten und außerdem scheu.

Du hast noch nie eine Wildkatze gesehen? Kein Wunder, denn Wildkatzen sind selten und außerdem scheu. In Deutschland leben die meisten in der Eifel: Es sind etwa 1.000 Tiere. Leider schränken wir Menschen ihren ohnehin kleinen Lebensraum immer weiter ein, indem wir in ihren Revieren Wohngebiete oder Straßen bauen. Tierschützer setzen sich deshalb dafür ein, den Lebensraum der Wildkatzen zu erhalten.

Stubentiger oder Wildkatze?

Hauskatzen und Wildkatzen sind gar nicht so leicht zu unterscheiden. An einigen Merkmalen kannst du sie aber auseinanderhalten: Das Fell der Wildkatzen ist dichter und meist grau-beige getigert. Auf ihrem Rücken erkennt man einen dunklen Streifen, den Aalstrich, der sich bis zum Anfang des buschigen Schwanzes zieht. Wildkatzen haben zudem eine fleischfarbene Nase.

Schleiereulen: begabte Frühstarter

Schleiereulen sind in der ganzen Welt zu Hause. In Mitteleuropa sind sie besonders in dörflichen Siedlungsgebieten zu finden.

Eule mit Federkranz

Schleiereulen unterscheiden sich in ihrem Aussehen von anderen Eulen: Sie haben kleine, schwarze Augen und lange, spitze Flügel. Die Oberseite ihres Gefieders ist gepunktet. Besonders auffällig aber ist ein weißer, herzförmiger Federkranz rund um ihre Augen. Diesem hellen „Schleier“ verdanken sie ihren Namen.

Kinderzimmer mit Ausblick

Im Frühling legt das Eulenweibchen bis zu sechs Eier. Anders als die meisten Vögel brüten Eulen vom ersten Ei an. Deshalb schlüpfen die Jungen zeitversetzt und das größte Junge ist manchmal zwei Wochen älter als das jüngste. Den ersten Monat über bleiben die Küken in ihrer Nisthöhle. Die kann sich in einem hohlen Baumstamm, einem Kirchturm oder einer Scheune befinden. Dort fangen sie auch an, das Jagen zu üben – anfangs nur zu Fuß, später auch flatternd. Im Herbst sind sie so selbstständig, dass sie sich ein eigenes Revier suchen.

Jäger mit feinen Ohren

Wie bei anderen Eulenarten auch, liegen bei Schleiereulen die Ohren innen, von außen sind sie nicht zu sehen. Wenn Schleiereulen in der Dämmerung auf die Jagd gehen, verlassen sie sich fast nur auf ihre Ohren. Lautlos gleiten sie auf der Suche nach kleinen Nagetieren durch die Luft. Selbst aus 200 Meter Höhe können sie ihre Beute, meist Mäuse, aufspüren. Dann stürzen sie hinab und greifen die Beute mit ihren Krallen.

Fortpflanzung und Fischfang

Aber wie atmen Fische unter Wasser – oder müssen sie gar nicht atmen?

Fortpflanzung

Die meisten Fische legen Eier, um für Nachwuchs zu sorgen. Wenn ein Fischweibchen geschlechtsreif ist, produziert es tausende Eier. Wenn diese gereift sind, legt das Weibchen sie an einem sicheren Ort, zum Beispiel in einer Höhle, ab – das nennt man „laichen“. Das Männchen schwimmt dann über die Eier und befruchtet diese. Aus den befruchteten Eiern schlüpfen später kleine Fischlarven, die zu Jungtieren heranwachsen.

Überfischung der Meere

Überfischung bedeutet, dass zu viele Fische gefangen werden und zu wenige heranwachsen. Das Gleichgewicht des Meeres gerät so gefährlich durcheinander. Lösungen dafür sind ein zurückhaltender Fischfang und das Einrichten von Schutzzonen, in denen sich Fische in Ruhe fortpflanzen können.
Informationen rund um das Thema Fischfang gibt es auch im „Fischereimuseum Bergheim an der Sieg“ in Troisdorf. Dort wird in einer Ausstellung durch die Geschichte der Fischerei geführt – mehr Infos unter www.fischereimuseum-bergheim.de.