Leben unter Wasser

Aber wie atmen Fische unter Wasser oder müssen sie gar nicht atmen?

Wie atmen Fische unter Wasser?

Wir Menschen benötigen Sauerstoff zum Leben und atmen diesen über die Luft ein. Aber wie atmen Fische unter Wasser oder müssen sie gar nicht atmen?

Doch – Fische benötigen zum Überleben ebenso Sauerstoff wie wir. Sie filtern diesen aber nicht aus der Luft, sondern aus dem Wasser – Kiemen machen das möglich. Sie befinden sich an beiden Seiten des Fischkopfes. Die äußeren Hautlappen der Kiemen nennt man Kiemendeckel, unter ihnen befinden sich geschützt die Kiemenbögen. An diesen Bögen wachsen viele dünne, durchblutete Hautblättchen. Diese Blättchen nehmen den Sauerstoff aus dem Wasser auf. Damit die Kiemen funktionieren, ist es ganz wichtig, dass das Wasser sauber und frei von Schadstoffen ist.

Fisch gleich Fisch

Hallo Kinder! Fast drei Viertel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Von kleinen Bächen bis zu den unendlichen Weiten der Meere gibt es hier verschiedene Lebensräume für Fische. Ich bin für euch abgetaucht und erkläre euch, was die Bewohner der Unterwasserwelt so besonders macht.

Sind alle Fische gleich?

Fisch ist nicht gleich Fisch. Es gibt rund 32.500 unterschiedliche Arten. Haie zum Beispiel gehören zu den Knorpelfischen, Barsche sind Knochenfische, Aale und Lachse sind Wanderfische. Manche Fische leben im Salzwasser, andere im Süßwasser, und einige wie Aale und Lachse wechseln sogar zwischen diesen Welten. Neben Fischen leben im Wasser auch Frösche, Krebse, Muscheln, Quallen, Kraken und viele mehr. Auch Säugetiere wie Wale, Delfine und Robben wohnen im kühlen Nass. Fische sind für sie eine wichtige Nahrungsquelle.

Heimische Fische

Bei uns in NRW finden sich über 50 verschiedene Fischarten, wie zum Beispiel Karpfen, Welse und sogar Meerforellen. Allein im Rhein leben 36 Arten. Einen Teil der heimischen Fische können große und kleine Entdecker im „Wissenshaus Wanderfische“ in Siegburg bestaunen. Nirgendwo in Deutschland lassen sich Lachse so gut beobachten wie hier. In dem Wissenshaus werden alle Fragen rund um das Leben der Lachse und den Gewässerschutz beantwortet. Verschiedene interaktive Ausstellungsstücke, Aquarien und eine Gewässerwerkstatt warten auf einen Besuch – mehr Infos unter www.wasserlauf-nrw.de.

Wilde Tiere in NRW

Einen Igel im Garten haben bestimmt viele von euch schon einmal gesehen. Aber es leben auch andere wilde Tiere in Nordrhein-Westfalen, zum Beispiel Wildkatzen, Biber und Flamingos.

Ganz schön stachelig

Der Igel ist wegen seiner Stacheln unverwechselbar. Bei der Geburt der Igelbabys sind die Stacheln noch sehr weich und stecken unter einer dünnen Haut. Bei Gefahr rollt sich der Igel zu einer Kugel zusammen und richtet seine Stacheln auf. Dann traut sich kein anderes Tier mehr an ihn heran. Im Winter hält der Igel Winterschlaf. Zuvor ist er ständig auf Nahrungssuche, um sich eine Fettschicht als Nahrungsreserve anzufressen.

Getigerte Jäger

Ein Raubtiergebiss, 18 starke Krallen und ein feiner Geruchssinn: Die Wildkatze ist ein besonders schlaues Tier und daher ein ausgezeichneter Jäger. Auch in NRW fühlen sich Wildkatzen in ungestörten Waldgebieten wohl. Ganz oben auf ihrem Speiseplan stehen kleine Nagetiere wie Wühlmäuse. Aber sie können auch Eidechsen, Vögel oder Kaninchen erbeuten.

Gesellige Wasservögel und rosa Federtiere

Wildgänse und Flamingos in NRW

Geselliger Wasservogel

Wenn Wildgänse im Schwarm vorbeiziehen, kannst du ihr Geschnatter deutlich hören. Einige der Zugvögel überwintern hier in NRW von November bis Februar, um dem winterlichen Nahrungsmangel in ihren Brutgebieten zu entfliehen. Wildgänse kannst du zum Beispiel am Niederrhein bei der NABU Naturschutzstation Niederrhein gut beobachten. Hier fressen sich die Gänse auf den grünen Weiden einen Fettvorrat für den Heimweg im Frühling an.

Rosa Federtier

Flamingos leben eigentlich in südlicheren Regionen wie Afrika. Im Zwillbrocker Venn, einem Naturschutzgebiet im Münsterland, hat sich die größte Gruppe der rosa Wasservögel in ganz Europa angesiedelt. Daher kannst du sie auch bei uns sehen. Die auffällige rosa Farbe ihrer Federn erhalten sie durch ihre Nahrung – kleine Krebstiere und Algen, die roten Farbstoff enthalten. Besonders im kalten Wasser stehen die Flamingos oft nur auf einem Bein. Das andere Bein ziehen sie unter ihr Gefieder, um es warmzuhalten. So wird den Vögeln nicht kalt und sie sparen wertvolle Energie.

Tiere im Winter

Menschen ziehen sich im Winter einfach eine dicke Jacke an, schlüpfen in die Schneeschuhe oder verbringen die kalten Tage zu Hause vor dem Kamin. Doch auch wir Tiere wissen, wie wir gut durch die kalte Jahreszeit kommen.

Winterschlaf

Im Winter wird es draußen eisig kalt: Teiche und Seen frieren zu und manchmal schneit es sogar. Manche Tiere schützen sich vor der Kälte, indem sie ein dickes Fell bekommen. Andere suchen Schutz in Höhlen und Bauten, um dort zu schlafen oder zu ruhen. Besonders kleine Säugetiere wie Igel und Murmeltiere schlafen im Winter, um Kräfte zu sparen: Während des Schlafs schlägt Ihr Herz langsamer und auch ihre Atmung wird ruhiger.

Winterruhe

Größere Säugetiere wie etwa der Dachs ruhen sich in der Winterzeit nur aus, sie halten Winterruhe. Im Unterschied zu den Winterschläfern wachen sie auf, um nach Nahrung zu suchen und zu fressen.

Winterstarre

Amphibien und Insekten wie zum Beispiel Frösche und Marienkäfer verfallen in eine Winterstarre, sobald es sehr kalt wird. Erst im Frühling, wenn es wärmer wird, wachen die Tiere wieder auf.

Spinnen – Webkünstler auf acht Beinen

Iiiiihh, eine Spinne! Keine Angst, die Spinnen, die du auf dem Dachboden, im Keller oder im Wald findest, sind nicht gefährlich. Sie haben sogar viel mehr Angst vor dir als du vor ihnen. Im Grunde sind Spinnen für uns genauso harmlos wie die meisten Insekten.

Kunstvolle Netze

Hast du dir schon einmal ein Spinnennetz aus der Nähe angeguckt? Es besteht aus vielen kleinen Fäden, die sehr stabil sind. Am Anfang befestigt die Spinne einzelne Fäden an Ästen, Stöcken und Zweigen und verbindet sie miteinander. Wenn das Gerüst steht, beginnt die Spinne mit dem Ausweben des Netzes. Im Netz verheddert sich dann ihre Beute und kann nicht mehr entkommen

 

Ins Netz gegangen!

Spinnen sind sehr raffiniert! Nachdem die Spinne ihr Netz fertig gewebt hat, behält sie einen langen Signalfaden am Hinterleib. Wenn sich ein Insekt in dem Netz verfangen hat, wird der „Alarm“ ausgelöst. Der Signalfaden bewegt sich und die Spinne saust aus ihrem Versteck und erlegt die Beute.

Ameisen: kräftige Teamplayer

Hallo Kinder! Im Wald leben viele Tiere, einige davon sind besonders begabt. Lest hier, wie Ameisen durch außergewöhnliche Fähigkeiten Erstaunliches leisten.

Gemeinsam unterwegs

Bestimmt hast du schon einmal im Wald, im Park oder auf der Terrasse eine Ameisenstraße gesehen. Verfolgst du die Ameisen, gelangst du zu einem Ameisenbau, der oft unter der Erde liegt. Dort leben Millionen Tiere in einem Ameisenstaat zusammen. Damit kein Chaos ausbricht, ist alles gut organisiert. Ob Wächterin, Straßenbauerin oder Brutpflegerin: Jede Ameise hat eine bestimmte Aufgabe.

Bunte Arbeitswelt

Allen voran die Königin: Sie legt den ganzen Tag über Eier, aus denen neue Ameisen schlüpfen. Die Pflege der Eier übernehmen die Brutpflegerinnen. Arbeiterinnen versorgen die Königin und reinigen den Bau. Auch für die Versorgung des Ameisenvolkes mit Nahrung ist eine bestimmte Gruppe zuständig. Dazu halten sich die Ameisen extra Blattläuse, die sie melken — ganz so wie Menschen Milchkühe. Als Dank für den süßen Saft beschützen Ameisen die Blattläuse vor gefräßigen Käfern.

Wohnen auf zwei Etagen

Ein Ameisenbau im Wald besteht aus einem oberirdischen und einem unterirdischen Teil. Der sichtbare Hügel besteht aus aufgetürmten Tannennadeln und Holzstückchen. Die stabilen unterirdischen Gänge und Wohnkammern sind aus Erde. Der obere Teil des Ameisenbaus ist im Winter unbewohnt, dann halten sich die Ameisen in ihren unterirdischen Wohnkammern auf.

Hilfe, es brennt!

Löschen wie die Profis.

Obwohl das Feuer nützlich sein kann, birgt es auch viele Gefahren. Feuer kann schnell außer Kontrolle geraten. Es kann leicht Häuser, Wälder und Fahrzeuge zerstören sowie Steine und Stahl zum Schmelzen bringen. Mensch und Tier können leicht in Gefahr geraten. Daher ist im Umgang mit Feuer immer Vorsicht geboten – ob im Haus oder draußen. Denn ein Feuer kann schnell entstehen: Legt man versehentlich etwas Brennbares auf die heiße Herdplatte oder wirft ein Streichholz auf den Waldboden, kann es zu einem unkontrollierten Brand kommen. Dann ist es wichtig, die Feuerwehr zu alarmieren. Wer weiß die Telefonnummer?

Die Jugendfeuerwehr

Löschen wie die Profis.

Zu vielen Feuerwehren in Deutschland gehört auch eine Jugendfeuerwehr. Hier sind Jugendliche, meist von 10 bis 18 Jahren, Mitglied. 1882 wurde die erste Jugendfeuerwehr auf der Insel Föhr in der Nordsee gegründet. Damals waren die Männer alle auf See – und so mussten die Jugendlichen den Brandschutz übernehmen.

Heute sind die Jugendfeuerwehren nicht mehr alleine für den Brandschutz zuständig. Doch auch die Jugendlichen dürfen zum Teil bei Einsätzen der Feuerwehr mithelfen: beim Löschen von Bränden, aber auch bei Verkehrsunfällen, Unwetterkatastrophen und im Naturschutz. In NRW gibt es in fast allen Städten und Gemeinden Jugendfeuerwehren.

Arbeit unter der Erde

Was lagert viele Tausend Meter tief unter der Erde, ist schwarz und glänzend? Die Steinkohle. Ich erkläre dir, was Steinkohle ist, wofur sie gebraucht wird und wer sie ans Tageslicht bringt.

Dunkle Arbeitsbedingungen

Um die Steinkohle zu gewinnen, schlagen in etwa 1000 Metern Tiefe die sogenannten Bergleute in Bergwerken die Steinkohle mit schweren Maschinen und Werkzeug aus den Flözen. So nennt man die Stellen, in denen die Steinkohle in der Erde lagert. Da es bei dieser Arbeit unter der Erde sehr dunkel ist, sagt man auch „unter Tage arbeiten“. Ein Bergmann kann in seiner Schicht bis zu 6.000 Kilogramm Steinkohle fördern, das ist so viel wie ein ausgewachsener männlicher Elefant wiegt.

Tierische Helfer

Meine vierbeinigen Freunde, die Pferde, arbeiteten früher auch im Bergwerk. Sie wurden bis ins Jahr 1966 zum Ziehen von Kohle, Stein, Holz und Werkzeug eingesetzt. Man nannte sie Grubenpferde. Damit die Tiere nicht jeden Tag die vielen Meter unter Tage heruntergefahren werden mussten, haben die Bergleute ihnen später auch Ställe unter der Erde gebaut und sie für viele Jahre zum Arbeiten dort behalten. Heute übernehmen kleine elektrische Wagen auf Schienen die Arbeit der Grubenpferde.

Kumpel

Bergleute nennen sich gegenseitig „Kumpel“, denn sie arbeiten kameradschaftlich in einem Team und müssen sich bei ihrer harten Arbeit aufeinander verlassen können. Bevor sie mit bis zu 100 Kumpeln in einem Förderkorb unter die Erde fahren, müssen sich die Männer umziehen. Eine weiße Bergmannshose und eine Jacke aus dickem Leinen, dazu eine Grubenlampe und ein Helm: Das ist die Arbeitskleidung des Bergmanns.