„Oft mussten die Kinder ihren Eltern auch auf dem Feld bei der Ernte helfen und waren in der Schule zu müde, um gut aufzupassen“, erklärt Nina Nicki nach der Schulstunde, „sie wurden dann oft noch zusätzlich vom Lehrer bestraft und mussten sich zum Beispiel zu den Schlägen noch in die Ecke stellen. Oft waren die Schulklassen auch viel größer als heute! Aber komm, lass uns weitergehen. In den fünf nächsten Räumen können wir noch viel über das Leben damals erfahren.“ „Das ist eine gute Idee“, sagt Nicki, „ich bin schon ganz taub vom Rumgekratze mit meinem Griffel auf der Schiefertafel. Was für einem fürchterlichen Gequietsche die Kinder damals ausgesetzt waren!“ Man musste nämlich den Griffel fest aufdrücken, damit er auf dem harten Steinuntergrund überhaupt schrieb.
„Guck mal, Nicki, die haben hier ganz viele ausgestopfte Tiere stehen“, sagt Nina – aber Nicki interessiert sich eher für die Handarbeiten, die von den Schülern damals gemacht wurden und auch ausgestellt sind. „So etwas könnte ich gar nicht“, stellt er erstaunt fest. Klaus hüpft derweil vergnügt im Raum herum, weil er sich über das Bild eines Frosches, das er in einer Fibel gefunden hat, besonders freut. „Ganz schön anstrengend so ein Leben als Schüler damals“, stellt Nicki am Ende seines Rundgangs fest und ist froh, dass er nicht vor hundert Jahren gelebt hat.